Heide Simonis fordert die Internet-Gebühr für ARD und ZDF
Bei der Novelle des Rundfunkstaatsvertrags, der in neuer Fassung zum 1. Januar 2005 in Kraft treten wird, soll das Thema Web-Gebühr für die öffentlich-rechtlichen Sender auf die Tagesordnung: "Diesmal ist es fällig", so die Landes-Chefin im Gespräch mit dem Kontakter. Internet gehöre zur Grundversorgung, da sich die Frage, "was online passieren darf und was nicht, eines Tages ohnehin erübrigt, weil dann alle Systeme nur noch über den PC laufen."
Eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber privaten Anbietern kann sie nicht erkennen. Mit den Worten: "Hinter der Angst, dass die Öffentlich-Rechtlichen ihre Online-Bereiche ausweiten, steckt meiner Meinung nach eher der Wunsch, deren Internetaktivitäten generell zurückzudrehen", kommentierte Simonis die scharfe Kritik der privaten Sender am Online-Ausbau von ARD und ZDF.
Die Verbände Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. (VPRT), ein Zusammenschluss von privaten Rundfunk- und Fernsehsendern, und der Bund Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) liefen unlängst Sturm gegen den Ausbau der Online-Aktivitäten von ARD und ZDF. Wie "Der Kontakter" in seiner Ausgabe am 11. Juni berichtete, will der VPRT mit einer Klage vor der Europäischen Kommission den Online-Ausbau bei ARD und ZDF bremsen.
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