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PC-Spiele weiterhin top, Konsolen immer noch schwach

Gesamtmarkt der Unterhaltungssoftware im ersten Quartal mit Umsatzzuwachs

Im ersten Quartal des Jahres 2001 verzeichnete der Gesamtmarkt der Unterhaltungssoftware im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres einmal mehr ein uneinheitliches Bild: So konnten die Stückabsatzzahlen um 5,9 Prozent auf insgesamt 21,09 Millionen Stück gesteigert werden, gleichzeitig ging der Umsatz jedoch um 1,6 Prozent auf 889,52 Millionen DM zurück.

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Betrachtet man den Markt getrennt nach PC und Konsolen, sind ebenfalls signifikante Unterschiede auszumachen: So verzeichnet der Bereich PC-Entertainment einen Wertzuwachs von 8,9 Prozent auf 442,39 Millionen DM und bei den Umsätzen in Stückzahlen eine Steigerung um 18,9 Prozent auf 10,62 Millionen Stück. Gleichzeitig wurde allerdings auch der durchschnittliche Abgabepreis von 45,47 DM auf 41,66 DM gesenkt.

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Deutliche Einbußen musste dafür der Konsolenmarkt hinnehmen. Während der Umsatz in Stückzahlen im Vergleich zum Vorjahr mit 4,32 Millionen Stück (minus 0,7 Prozent) nahezu konstant blieb, ging es im Wert um 17,9 Prozent auf 275,76 Millionen DM zurück. In der Betrachtung der einzelnen Formate ist hier besonders der Game Boy (Stückzahlen minus 32,1 Prozent / Wert minus 37,9 Prozent) betroffen, was allerdings auf den Pokémon-Boom des letzten Jahres zurückzuführen ist. Mit der bisher sehr erfolgreich verlaufenen Einführung des Game Boy Advance dürften sich diese Zahlen aber schon in diesem Quartal deutlich nach oben verbessern.

Für die Systeme PlayStation und PlayStation 2 wurde insgesamt ein Stückzuwachs von 25,3 Prozent registriert, wobei der Umsatz im Wert ein Minus von 3,9 Prozent verzeichnet. Der durchschnittliche Abgabepreis für Konsolensoftware sank im Vergleichszeitraum um 17,3 Prozent von 77,18 DM auf 63,83 DM.

"Wenn in einem Jahr des Systemumbruches der Softwareumsatz nahezu unverändert auf einem relativ hohen Niveau gehalten werden kann, muss man dies als positives Ergebnis werten. In der Vergangenheit sind Zeiträume vor der Neueinführung von Hardwareplattformen immer schwierige Zeiten für die Industrie gewesen. Das Kaufverhalten des Verbrauchers wurde bei ähnlichen Umstellungen in der Vergangenheit immer sehr selektiv und überaus preisbewusst. Dies scheint sich auch diesmal zu wiederholen, obgleich bisher die Rückgänge bei der Konsolensoftware durch Zuwächse bei der PC-Software kompensiert werden konnten", kommentiert Ronald Schäfer, Geschäftsführer des Verbandes der Unterhaltungssoftware Deutschland, die jüngste Marktentwicklung.



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