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UMTS-Studie: E-Mail, Verkehrsinfos und News am wichtigsten

13-Länderstudie von Taylor Nelson Sofres Telecoms

Als künftige Killer-Applikationen für UMTS-Dienste könnten sich in zwölf europäischen Ländern und in den USA das "Versenden und Empfangen von E-Mails", der "Zugriff auf Verkehrsinformationen" und der "Abruf von aktuellen Nachrichten" erweisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Telecoms-Division der Marktforschungsgruppe Taylor Nelson Sofres, die potenzielle UMTS-Nutzer in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Spanien und den USA nach den gefragtesten UMTS-Diensten befragte. Am wenigsten populär sind dagegen "interaktive Spiele" und "Gewinnspiele" im mobilen Internet.

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In Deutschland senden etwa 55 Prozent der Mobilfunknutzer "häufig" oder "regelmäßig" SMS-Nachrichten. Mit einem Prozentpunkt liegen die Briten mit 56 Prozent knapp vor den Deutschen. Im europäischen Vergleich nutzen die Franzosen mit nur 31 Prozent SMS am wenigsten. In den USA sind es gar nur sechs Prozent, die Botschaften per SMS versenden. Am beliebtesten ist das SMS-Versenden bei den unter 25-Jährigen. Mehr als 90 Prozent der unter 25-jährigen Europäer versenden Botschaften per SMS. In den USA sind es in dieser Altersgruppe lediglich 20 Prozent.

"Die potenziellen UMTS-Nutzer werden die heutigen Mobilfunk- und Internetnutzer sein. Trotzdem zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die Mobilfunkanbieter vor einer anspruchsvollen Aufgabe stehen. So kurz vor dem Start von UMTS steht an erster Stelle, die Aufmerksamkeit auf die dritte Mobilfunkgeneration zu erhöhen und Vorteile der neuen Technologie aufzuzeigen, bevor die Anbieter mit ihren Angeboten an den Start gehen. WAP - als Vorstufe zum mobilen Internet - wird heute kaum genutzt. Es bleibt eine Menge Arbeit zu leisten, um aufzuzeigen, dass das mobile Internet mit UMTS etwas Neues und Innovatives ist. So kann der potenzielle Nutzer von den Vorzügen überzeugt werden", sagte Wolfgang Best, Director Telecoms&IT bei TNS Emnid, dem deutschen Marktforschungsinstitut der Taylor Nelson Sofres-Gruppe.

Für 41 Prozent der deutschen Mobilfunk- und/oder Internetnutzer, so ermittelte TNS Emnid in seiner zweiten Befragung der Studienreihe UMTS@emnid für Deutschland, ein wachsendes Interesse, künftig Waren oder Dienstleistungen über ein UMTS-Handy zu beziehen. Das Hauptinteresse der Deutschen gilt aber der "Buchung bzw. Reservierung von Eintrittskarten". 79 Prozent könnten sich die Nutzung solcher UMTS-Dienste vorstellen. Der Kauf von Büchern oder CDs steht mit 67 Prozent an zweiter Stelle, gefolgt vom Erwerb von Reisetickets (55 Prozent) und der Anschaffung von kleinen Geschenken wie z.B. Blumen (54 Prozent) via UMTS-Handy. Dagegen haben die Deutschen nur mäßiges Interesse an Gesundheitsprodukten, Textilien und Schuhen.

Im europäisch-amerikanischen Vergleich ist das Thema UMTS mit 88 Prozent in Deutschland am bekanntesten. Und: 44 Prozent der deutschen Mobiltelefonierer fühlen sich gut informiert über die dritte Mobilfunkgeneration. Dagegen meinen nach den Ergebnissen von TNS Telecoms 86 Prozent der Briten, schlecht oder überhaupt nicht über UMTS informiert zu sein, in Italien sind dies 77 Prozent. Unübertroffen dagegen die USA; dort sind neun von zehn US-Bürgern der Auffassung, über das Thema UMTS nur unzureichend oder überhaupt nicht informiert zu sein.

Der UMTS-Monitor wurde von Taylor Nelson Sofres in telefonischen Interviews mit einer repräsentativen Stichprobe von 13.058 Befragten durchgeführt. Das Screeningkriterium war dabei der Besitz eines Mobiltelefons und/oder die Nutzung des Internets. Beteiligt waren an dieser Studie zwölf europäische Länder sowie die USA im Zeitraum von April bis Mai 2001. Inhalte der Studie waren sowohl der allgemeine Kenntnisstand über UMTS als auch die Nutzung von Mobilfunk- und Internetdiensten sowie das Interesse an der Nutzung von mobilen Sprach- und Datendiensten.


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