Abo
  • Services:

Über 100 GHz - Laut IBM innerhalb von zwei Jahren machbar

Neue Chip-Technologie auf Silizium-Basis entwickelt

Nachdem IBM erst kürzlich mit seiner Strained-Silicon-Technologie neue Geschwindigkeitsrekorde und Stromsparmöglichkeiten in Aussicht gestellt hat, kündigte das Unternehmen nun ein neues Transistor-Design an. Es basiert zwar weiterhin auf IBMs Silizium-Germanium-Technologie, soll jedoch im Vergleich zu aktuellen Designs trotzdem eine um 80 Prozent höhere Leistung und einen halbierten Energiebedarf liefern.

Artikel veröffentlicht am ,

Innerhalb von zwei Jahren sollen Chips damit Geschwindigkeiten von 100 Gigahertz erreichen - womit IBM gute Chancen hat, hier der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Hersteller von Netzwerkhardware sollen das neue Verfahren bereits nutzen, um schnellere Komponenten zu entwickeln, die das Tempo in heutigen Netzwerken erhöhen. Dabei können die Silizium-Germanium-Chips mit den vorhandenen Produktionsverfahren hergestellt werden.

Stellenmarkt
  1. Friedhelm LOH Group, Herborn
  2. Hoerner Bank Aktiengesellschaft, Heilbronn

IBM verspricht sich von seiner Technologie Taktraten von über 200 Gigahertz. Durch das modifizierte Design und die Silizium-Germanium-Technologie von IBM benötigt der Transistor beispielsweise bei einer Taktrate von 210 Gigahertz nur ein Milliampere Strom.

Die Geschwindigkeiten von Transistoren werden im Wesentlichen davon bestimmt, wie schnell Elektrizität durch sie hindurch geleitet werden kann. Das wiederum hängt vom Material des Transistors und der Entfernung ab, die innerhalb des Transistors überwunden werden muss. Standard-Transistoren werden aus normalem Silizium hergestellt. IBM hat bereits 1998 eine Weiterentwicklung des Basis-Siliziums vorgestellt, in dem durch das Hinzufügen von Germanium die Geschwindigkeit der elektrischen Leitung und damit die Leistung gesteigert werden konnten, während der Stromverbrauch deutlich zurückging. Mit der heute vorgestellten Entwicklung kombiniert IBM die Nutzung von Silizium-Germanium mit einem weiter entwickelten Transistor-Design, wodurch der von der Elektrizität im Transistor zurückzulegende Weg verkürzt und die Leistung erhöht wird.

Während sich Elektrizität in Standard-Transistoren horizontal bewegt, müssen Transistoren dünner gemacht werden, um die Wege zu verkürzen. Dies sei laut IBM jedoch mit aktuellen Fertigungstechnologien ein schwieriger Weg mit geringen Vorteilen. Bei seinem neuen Silizium-Germanium-Transistor, "Heterojunction Bipolar Transistor" (HBT) getauft, geht das Unternehmen einen anderen Weg: Im alternativen HBT-Design fließen die Elektronen vertikal, was eine Größenreduzierung und damit die Verringerung der Leitungslänge vereinfachen soll.

IBM hat bereits mit einer Reihe von Ankündigungen neuer Chiptechnologien auf sich aufmerksam gemacht, z.B. mit Kupferleitungen, "Low-k Insulation", "Silicon-on-Insulator" und "Strained Silicon". Gemeinsam mit Unternehmen aus der Kommunikationbranche arbeitet IBM derzeit in den USA und im französischen LaGaude am Einsatz von Silizium-Germanium in einer Reihe von Produkten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Mass Effect: Andromeda PS4/XBO für 15€, Mission Impossible 1-5 Box 14,99€ und Acer...
  2. 93,95€ (Bestpreis!)
  3. 704,99€ inkl. Versand (Vergleichspreis 748,88€)

Chris HTBLUVA... 02. Mär 2006

Ich denke dass sich die Wärmeentwicklung sicher erhöhen wird aber nicht so drastisch. Ge...

Trash 26. Feb 2002

Schade das der Rückschluß nicht funktioniert. Sonst würd ich doch glatt mein Ölradiator...

Cygon 26. Jun 2001

Natürlich nur, wenn man davon ausgeht, daß jeder Transistor direkt an die Stromquelle...

Julius 26. Jun 2001

Wenn da steht, dass ein Transistor dann 1 Milliampere zieht, dann zieht eine CPU mit 1...


Folgen Sie uns
       


Vampyr - Fazit

Vampyr überzeugt uns relativ schnell im Test. Nach einer Weile flacht die Blutsaugerei aber wegen langweiliger Gespräche und Probleme mit der Kameraführung ab.

Vampyr - Fazit Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
    Elektroautos
    Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

    Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
    2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
    3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

    Mars: Die Staubstürme des roten Planeten
    Mars
    Die Staubstürme des roten Planeten

    Der Mars-Rover Opportunity ist nicht die erste Mission, die unter Staubstürmen leidet. Aber zumindest sind sie inzwischen viel besser verstanden als in der Frühzeit der Marsforschung.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

    1. Nasa Dunkle Nacht im Staubsturm auf dem Mars
    2. Mars Insight Ein Marslander ist nicht genug

      •  /