Unterhaltungselektronik - Wie sich Verbraucher informieren
Über die Hälfte der Endverbraucher nutzen außerdem redaktionelle Informationen aus Print-Medien sowie der Werbung, um sich in Sachen Unterhaltungselektronik auf den aktuellen Stand der Entwicklung zu bringen. Als fünfte Informationsquelle haben sich die WWW-Angebote der Hersteller etabliert und dem klassischen Prospekt den Rang abgelaufen.
Die Ketchum-Studie zeigt, dass persönliche Beratung die Haupteinflussquelle für Kaufentscheidungen ist. Die Ansprache durch Werbung, redaktionelle Inhalte sowie der Abruf von Produktinformationen auf Unternehmens-Websites folgen nahezu gleichberechtigt. Auch das Geschlecht spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl der Informationsquellen.
Frauen legen im Vergleich deutlich mehr Wert auf die Beratung durch Bekannte und Freunde, während Männer redaktionellen Beiträgen in Print-Medien mehr vertrauen. Der redaktionellen Berichterstattung in den Medien kommt eine besonders große Bedeutung im Meinungsbildungsprozess zu, weil technikaffine Multiplikatoren ihr Expertenwissen vorrangig durch die Lektüre aufbauen, sagt Jochen Leufen, Associate Director und Verantwortlicher für die Technology Practice bei Ketchum Deutschland.
PC-/Internet-Titel werden am häufigsten als Informationsquellen genutzt, gefolgt von Test-Magazinen und der Fachpresse. Bei der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen stehen Unternehmens-Websites als Informationsquelle überdurchschnittlich hoch im Kurs. 70 Prozent der Befragten dieser Altersstufen klicken vor dem Kauf auf das Online-Angebot der jeweiligen Hersteller. Damit stehen Websites nach dem persönlichen Rat durch Freunde oder Fachhändler auf Rang drei in der Beliebtheitsskala. Leufen: Der Trend zeigt, dass Hersteller von Unterhaltungselektronik über ihre Internet-Präsenzen glaubwürdige Informationen an eine attraktive Zielgruppe vermitteln können. Dieses Potenzial sollte für gezielte, vertrauensbildende Online-PR-Maßnahmen unbedingt genutzt werden.
Für die Studie mit dem Titel "Informationsgewohnheiten Unterhaltungselektronik" interviewte Ketchum im Februar dieses Jahres 100 Konsumenten zwischen 14 und 69 Jahren an den Agenturstandorten München und Hamburg. Die Teilnehmer wurden zu gleichen Teilen in unterschiedlichem Umfeld (Büro, Freizeit, Einzelhandel) befragt.



