Abo
  • Services:
Anzeige

Angriff auf Internetpläne der öffentlich-rechtlichen Sender

Lobby-Verband will Klage bei der Europäischen Kommission einlegen

Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. (VPRT), ein Zusammenschluss von privaten Rundfunk- und Fernsehsendern, strebt eine Klage bei der Europäischen Kommission gegen Bund und Länder an. Der Lobbyverband will damit den Ausbau der Online-Aktivitäten von ARD und ZDF bremsen, bei dem die Bundesländer die Entscheidungshoheit haben. Das berichtet der Branchendienst "Der Kontakter" in seiner aktuellen Ausgabe.

Anzeige

Die Kommission soll Einfluss auf Bund und Länder nehmen, um die gesetzlichen Auflagen für die Sender im Online-Bereich zu verschärfen sowie mehr Transparenz beim Umgang mit Gebührengeldern zu schaffen. Es sei unklar, welches Geld in welche Kanäle fließe, so VPRT-Geschäftsführerin Ursula K. Adelt gegenüber dem Kontakter.

Im ersten Schritt versucht der Lobbyverband Einfluss auf die Rundfunkkommission der Ministerpräsidenten zu nehmen, die am 21. Juni ihre nächste Zusammenkunft hat. Der Verband will die Länderchefs dazu bewegen, genaue Regeln zu erlassen, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk im Internet tun darf und was nicht. Ein Grundsatzentscheid der Länderchefs ist nicht vor Herbst zu erwarten.

Die öffentlich-rechtlichen Sender planen massive Investitionen im Online-Bereich. Die ARD veranschlagt 350 Millionen DM für 2001 bis 2004. Das ZDF plant 34,84 Millionen DM. Das geht aus internen Schreiben an die Ministerpräsidenten hervor, von dem "Der Kontakter" schon früher berichtete.

Das Geld wolle die ARD insbesondere zum Aufbau ihrer Dachmarke ARD.de und einzelner Themenportale wie Tagesschau.de und Sportschau.de verwenden. Die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) bisher bewilligten 88 Millionen DM für die ARD reichen zur "Aufrechterhaltung eines wettbewerbsfähigen Internetauftritts nicht aus", heißt es im ARD-Bericht, den Intendant Peter Voß (SWR) unterzeichnete. Allein im vergangenen Jahr hätten die Kosten für Internet-Aktivitäten der ARD bei rund 37,5 Millionen DM gelegen.

Im März 2001 hatte der Leipziger Staats- und Medienrechtler Professor Dr. Christoph Degenhart in einem Rechtsgutachten die Meinung vertreten, dass die Ausweitung der Online-Angebote öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten und deren Bestrebungen, das Internet zu einer eigenen Programmsäule auszubauen, gegen geltendes Recht verstoße. Internet-Dienste gehörten nicht zum Aufgabenbereich öffentlich-rechtlicher Rundfunkanbieter.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Carl Werthenbach Konstruktionsteile GmbH & Co. KG, Bielefeld
  2. Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Grasbrunn bei München
  3. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  4. BRZ Deutschland GmbH, Nürnberg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,90€ statt 149,90€
  2. und Destiny 2 gratis erhalten
  3. 9,49€ + Versandkosten (Steam Link einzeln kostet sonst 54,99€ und das Spiel regulär 11,99€)

Folgen Sie uns
       

  1. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  2. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  3. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft

  4. Virtuelles Haustier

    Bandai kündigt "Classic Mini"-Version des Tamagotchi an

  5. News

    Facebook testet Abos für Nachrichten-Artikel

  6. Elon Musk

    Baut The Boring Company den Hyperloop?

  7. Mobilfunkausrüster

    Ericsson macht hohen Verlust

  8. Luminar

    Lightroom-Konkurrenz bringt sich in Stellung

  9. Kleinrechner

    Tim Cook verspricht Update für Mac Mini

  10. Elektrorennwagen

    VW will elektrisch auf den Pikes Peak



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Indiegames-Rundschau: Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
Indiegames-Rundschau
Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
  1. Verlag IGN übernimmt Indiegames-Anbieter Humble Bundle
  2. Indiegames-Rundschau Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  3. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob

Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

  1. Re: Vielleicht kommt ja eine Neuauflage mit AMD...

    zilti | 12:58

  2. Re: Singleplayer Teil ist ja schön und gut, aber...

    MrReset | 12:57

  3. Re: Nein bauen sie nicht

    teenriot* | 12:56

  4. Re: 4 GByte RAM

    Trollversteher | 12:53

  5. Re: Meanwhile in Germany...

    teenriot* | 12:53


  1. 12:50

  2. 12:22

  3. 11:46

  4. 11:01

  5. 10:28

  6. 10:06

  7. 09:43

  8. 07:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel