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Freie Linux-Version für Sony PlayStation

Tschechisches Unternehmen will PlayStation zum preiswerten Desktop-PC machen. Das tschechische Unternehmen Blokman Trading s.r.o. portiert den Linux-Kernel 2.4.0 auf MIPS-basierte Hardware- und Software-Produkte, darunter auch Sony PlayStation und PlayStation 2. Da Sony aber die Informationen zur Programmierung der PlayStation recht strikt handhabt, will Blokman eine eigene Entwicklungsumgebung namens RU.nix unter der GNU General Public License veröffentlichen.
/ Jens Ihlenfeld
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Eine Alpha-Version eines Linux-2.4er-Kernels für Sony PlayStation stellt Blokman seit kurzem unter www.runix.ru(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Im Juli soll eine Beta-Version des Kernels und eine Vorabversion einer kompletten Linux-Distribution für PlayStation fertig sein.

Eine stabile Version der Distribution erwartet man für Oktober. Dann will Blokman auch ein Hardware Add-On Kit anbieten, das eine Speichererweiterung für die PSX enthält. Damit aber nicht genug, gegen Ende des Jahres soll ein Spieleentwicklerkit sowie ein Office-Paket folgen. Alle Produkte wollen die Tschechen unter der GPL kostenlos zum Download anbieten.

Blokman Trading will so Sonys PlayStation- und PlayStation-2-Spielekonsolen zu preiswerten Desktop-Rechnern umfunktionieren. Sony gibt sein Linux für PlayStation 2 nur in kleinen Portionen ab. Lediglich 2000 Linux-Kits hat man in Japan angeboten, die auch nur auf der japanischen Version des Geräts funktionieren.

Bei aktuellen Preisen von etwa 250,- DM für die PSOne und 869,- DM für die PlayStation 2 scheint die Idee von Blokman durchaus erfolgsversprechend, zumal Sony selbst daran interessiert ist, zumindest die PlayStation 2 internetfähig zu machen. Auch die Einführung der Xbox dürfte hier für Bewegung sorgen, basiert diese doch mit dem Pentium-III-Prozessor auf einer Plattform, auf der sich Linux wie zu Hause fühlt.


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