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Beamtenbund sieht E-Government als Revolution und Risiko

90 Prozent der hundert größten Städte planen E-Services

Electronic Government wird nach Einschätzung des Vorsitzenden der Deutschen-Beamtenbund-Akademie und stellvertretenden DBB-Bundesvorsitzenden Peter Heesen in absehbarer Zeit zu einer stillen Revolution in der öffentlichen Verwaltung führen. Bei der Eröffnung des zweiten Kongresses und Fachmesse "Neue Technologien für eine neue Verwaltung" am 29. Mai 2001 in Leipzig verwies Heesen in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Absicht der Bundesregierung, bis zum Jahre 2005 alle internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung online anbieten zu wollen.

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Gewarnt wurde vom Chef der Deutschen-Beamtenbund-Akademie allerdings vor planerischer Euphorie ohne tragfähige Umsetzungskonzepte, die gegenwärtig lediglich bei 10 Prozent der interessierten Institutionen vorlägen. Der Partnerkongress der DBB-Akademie und Microsoft und weiterer namhafter Wirtschaftsunternehmen soll deshalb helfen, dass die digitalen Fortschritte der öffentlichen Verwaltung sich nicht in einer "multimedialen Visitenkarte" erschöpfen, sondern E-Government als Dienstleistungspaket, das dem Bürger per Internet angeboten wird, Anwendung findet.

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"Wer rund um die Uhr Waren bestellt oder seine Banktransaktionen erledigen kann, erwartet auch von seiner Verwaltung, dass Anträge unabhängig vom eigentlichen Verwaltungsvorgang jederzeit und überall gestellt und Dienstleistungen generell schneller und unkomplizierter in Anspruch genommen werden können", so Heesen wörtlich.

Der Akzeptanz des Staates könne die damit verbundene Entwicklung vom Obrigkeits- zum Dienstleistungsstaat nur dienlich sein. In einem solchen Perspektivwechsel ließen sich ökonomischer Fortschritt, staatliche Daseinsvorsorge und soziale Gerechtigkeit plausibel miteinander verbinden.

Gewarnt wurde von Heesen vor dem gefährlichen Trugschluss, dass mit dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken ein weiterer Abbau von Stellen und die Einsparung von Personal einhergehen könne. Vielmehr erwarte der Bürger auf Grund der neuen Techniken ein besonders schnelles Eingehen auf seine Belange. Eine unkomplizierte und schnelle Antragstellung sei nutzlos, wenn der Antrag aus Personalmangel nicht bearbeitet werden könne. Tatsächlich seien direkter Kontakt und individueller Service aufwendig. Ohne ausreichendes und entsprechend qualifiziertes Personal nütze dem Bürger auch die schnellste Kommunikationsmöglichkeit nichts.

Heesen appellierte deshalb an die Dienstherren und öffentlichen Arbeitgeber, den Stellenabbau sofort einzustellen und gezielt mit der Einstellung von Nachwuchs zu beginnen. "Wir wollen keine Personalvermehrung, sondern eine aufgabengerechte Personalausstattung", meinte Heesen.

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