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Neue Enthüllungen zur Telekom-Immobilienaffäre

"Firma hätte mit dieser Bilanz niemals an die Börse gehen dürfen"

Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG wird durch neue Enthüllungen zur Immobilienaffäre belastet. Wie das ARD-Politmagazin REPORT Mainz am Montag berichtete, besteht der Verdacht, dass die Telekom AG bereits 1995 mit einer falschen Bilanz gegründet wurde und damit 1996 an die Börse gegangen ist.

Artikel veröffentlicht am ,

Dem Magazin liegt die Immobilienbewertung vom 24.11.1994 vor. Darin kommen die Bewertungsfirmen C&L Treuarbeit Deutsche Revision und Dr. Seebauer & Partner zu einem Wert von 31,8 Milliarden Mark. In der Konzernbilanz der Telekom vom 1.1.1995 wurde der Wert jedoch mit 35,7 Milliarden angegeben. Der Unterschiedsbetrag von 3,9 Milliarden Mark entspricht genau der Summe, um die die Telekom am 21. Februar 2001 ihr Immobilienvermögen überraschend abbewertet hatte.

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Der Hamburger Bilanzexperte Prof. Wilhelm Strobel erklärt in REPORT Mainz: "Wenn heute um 3,9 Milliarden nach unten korrigiert wird, dann heißt das, es wird der Anfangswert abgesenkt." Prof. Strobel kommt zu der Schlussfolgerung: "Wenn die Eröffnungsbilanz um vier Milliarden überzogen ist, dann hätte die Firma niemals mit dieser Bilanz an die Börse gehen dürfen."

Gegen die Verantwortlichen der Telekom, insbesondere den Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer und den früheren Finanzvorstand Joachim Kröske, ermittelt die Staatsanwaltschaft Bonn u. a. wegen des Verdachts der Falschbilanzierung. Der Würzburger Wirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger sieht in der Hochbewertung des Immobilienvermögens eine Maßnahme, um die Eigenkapitaldecke der Telekom zu verbessern: "Die Eigenkapitalausstattung, die man ohne Hochbewertung hätte darstellen können, wäre so verheerend niedrig gewesen, dass irgendwo Eigenkapital her musste. Und wenn es der Bund nicht in bar einschießt, dann musste man es sich eben überlegen, wie man es sich bilanztechnisch darstellt."

Die Deutsche Telekom erklärte auf Anfrage von REPORT Mainz, ein Zusammenhang zwischen der Abbewertung 2001 und der ungeklärten Bilanz-Differenz 1995 entbehre jeder Grundlage. Eine plausible Erklärung für die damalige Aufwertung konnte die Telekom auf die Anfrage jedoch nicht geben, so REPORT.

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