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Dot-Com-Sterben: Studie über Marktaustritte und Insolvenzen

Nur sehr wenige Dotcoms werden übernommen

In einer Längsschnitt-Untersuchung hat das Projekt e-Startup.org an der European Business School (ebs) das Schicksal von 676 Venture-Capital-finanzierten Internet- und E-Commerce-Unternehmen über einen Zeitraum von zehn Monaten (1. Juli 2000 bis 1. Mai 2001) verfolgt. Die ermittelten Ausfallraten zeigen, dass die Konsolidierung im betrachteten Segment bisher stetig und mit vergleichsweise moderatem Tempo erfolgt ist. In den kommenden Monaten soll auf Grund der akuten Finanzierungsprobleme vieler Start-ups jedoch mit einer weiteren Zunahme der Zahl scheiternder Unternehmen zu rechnen sein, so die Studienautoren.

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Die Zurückhaltung potenzieller Käufer bei Akquisitionen könnte diesen Trend weiter verstärken. Bereits heute konsolidiert das Segment stärker durch das Scheitern von Unternehmen als durch Firmen-Übernahmen. Von den 676 VC-finanzierten Unternehmen in der Stichprobe scheiterten im betrachteten Zehn-Monats-Zeitraum insgesamt 52 Unternehmen oder 7,7 Prozent. Davon haben elf Firmen oder 1,6 Prozent bereits in der Aufbauphase aufgegeben, 41 Unternehmen oder 6,1 Prozent sind erst nach dem Markteintritt gescheitert. Als Scheitern betrachtet wurde die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder die Aufgabe bzw. Schließung des Unternehmens durch die Eigner.

Hochgerechnet auf die Gesamtzahl von aktuell etwa 900 VC-finanzierten Unternehmen dürften damit in den letzten zwölf Monaten im Durchschnitt etwa sieben Firmen gescheitert sein. Diese Zahl ist als Folge schlechterer Marktbedingungen in den vergangenen Monaten stetig angestiegen. Insbesondere diejenigen Unternehmen, deren Geschäftsideen sich am Markt nicht durchsetzen konnten, haben, oft nach dem Ausstieg von Investoren, aufgeben müssen.

Beunruhigend niedrig fällt im Vergleich die Zahl der Übernahmen aus. Nur 25 Unternehmen oder 3,8 Prozent wurden im betrachteten Zeitraum akquiriert, fünf Firmen oder 0,7 Prozent fusionierten mit anderen Anbietern. Nach hoher Aktivität im ersten Halbjahr 2000 auf Grund von Markteintritten internationaler Anbieter und "Einkaufstouren" börsennotierter Unternehmen ist die Zahl der Übernahmen deutlich zurückgegangen. Sie liegt derzeit bei hochgerechnet etwa vier bis fünf pro Monat.

Zwar erhöhen die aktuellen Finanzierungsprobleme die Bereitschaft der Gründer und Investoren zum Verkauf des Unternehmens, potenzielle Käufer sind jedoch zunehmend schwieriger zu finden. Die Unternehmen der "New Economy", auf die bisher zwei Drittel der Übernahmen entfielen, sind angesichts sinkender Börsenwerte und gescheiterter Auslandsengagements akquisitionsmüde geworden. Die "Old Economy" ist weiterhin zurückhaltend und beschränkt sich auf wenige strategische Akquisitionen, so die Studie.

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