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Microsoft ändert Lizenz-Modelle für Firmenkunden

Teuerungen befürchtet

Microsoft hat angekündigt, seine Volumen-Lizenzprogramme für Unternehmen zu ändern. Dazu gehört auch eine Abofunktion für Softwareupgrades für Unternehmenskunden. Zu den weiteren Änderungen gehören ein vereinfachter Updateprozess, neue Online-Lizenz-Managementtools und eine erweiterte Anspruchsberechtigung für die Enterprise-Agreement-Option. Die Lizenzänderungen treten zum 1. Oktober 2001 in Kraft.

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Wie Bill Henningsgaard, Vizepräsident Worldwide Licensing and Pricing mitteilte, spiegeln die veränderten Lizenzbedinungen die Abkehr Microsofts vom Retailhandel hin zum Firmengeschäft wider.

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Für die Qualifizierung zum Enterprise Agreement sind künftig nicht mehr 500, sondern nur noch 250 PCs vonnöten, so Henningsgaard weiter. Zum Volumen-Lizenzierungsmodell gesellt sich künftig eine Lizenzoption auf Subskiptionsbasis, d.h. Software zur Miete. Bisher gilt für diese Unternehmenskunden, dass die MS-Software auch nach Ablauf des dreijährigen Vertrages weiterhin benutzt werden darf. Dies will Microsoft nun vielleicht ändern, munkelt man in den USA. Dann könnte aus der kostenlosen Überlassung ein Mietvertrag werden.

Eine deutliche Vereinfachung verspricht Microsoft mit der Einstellung der Buchstabensuppe im Bereich des Volume Licensing Programms mit Upgrade-Optionen wie VUP, CUP, PUP, LUP und UA. Ersetzt wird dieses Wirrwar durch die Microsoft Software Assurance, mit der man einfacher Lizenzen für einzelne PCs innerhalb des Unternehmens oder unternehmensweit Upgrades lizenzieren kann.

Zudem ändert Microsoft sein Studenten-Lizenzprogramm in den USA. Die ab 1. August 2001 gültigen neuen Campus and School Agreements 3.0 Subscriptions sollen ebenfalls den Lizenzierungsvorgang sowohl für Studenten wie Bildungseinrichtungen erleichtern.

Gerüchten zufolge wollte Microsoft seinen Firmenkunden aufzwingen, sich unter dem Enterprise-Agreement-Lizenzprogramm zu einer dreijährigen Vertragsdauer und laufenden Zahlungen zu verpflichten.

Von den neuen Lizenzbestimmungen ist auch die populärste Variante, das "Select Agreement"-Programm, betroffen. Nach den alten Vertragsbedingungen konnten Firmen Upgrades entweder über eine zweijährige Vertragslaufzeit (Universal Agreement) oder eine von drei Versionsupgrades vergünstigt kaufen.

Microsoft hat nun diese Varianten abgeschafft und durch die "Software Assurance" ersetzt und damit nach US-Analysten deutlich die Preise erhöht.

Der US-Marktforscher Gartner Group schätzt, dass mittelständische Unternehmen bei Upgrade-Zyklen innerhalb von drei Jahren zwischen 33 und 77 Prozent mehr für ihre Upgrades zahlen müssen als nach den alten Lizenzbestimmungen. Bei vierjährigen Laufzeiten beträgt die Kostensteigerung gar 68 bis 107 Prozent, so Gartner. Wer allerdings seine Unternehmenssoftware alle zwei Jahre aktualisiert, spare zwischen 2 und 19 Prozent.

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