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Bayern warnt vor Internetversandhandel von Arzneimitteln

Sozialministerin Stewens sieht derzeit unkalkulierbare Risiken

Derzeit unkalkulierbare Risiken sieht Bayerns Sozialministerin Christa Stewens im Internethandel von Arzneimitteln. Das Hauptrisiko online bestellter Arzneimittel läge in der unbekannten Herkunft und Zusammensetzung. Nach Mitteilung der WHO seien 10 Prozent der Arzneimittel im Versandhandel gefälscht, so die Ministerin. Schenke man Angaben in der Fachpresse Glauben, sind in Ländern wie Indien sogar 30 bis 50 Prozent der Arzneimittel Fälschungen, so Stewens weiter.

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Es sei bisher nicht hinterfragt worden, wie der Schutz des Verbrauchers vor Irreführung, falschen Wirkversprechen oder beim Auftreten von Arzneimittelrisiken bei einem Direktvertrieb via Internet sichergestellt werden könne, sagte die Ministerin bei einer Konferenz der Akademie für Politik und Zeitgeschehen in der Hanns-Seidel-Stiftung in München.

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"Wie lange würde es dauern, bis die Empfänger solcher Arzneimittel über Rückrufe informiert würden - sofern diese Maßnahme im Herkunftsland überhaupt in Betracht gezogen würde", gab die Ministerin zu bedenken.

Einem Internethandel stünden außerdem auch aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht Hürden im Weg. Es sei schwierig vorstellbar, wie das Sachleistungsprinzip unseres Krankenversicherungssystems mit dem Internethandel durch ausländische Apotheken vereinbar sei. Denn eine im Ausland betriebene Apotheke kann nach geltendem innerstaatlichem Recht nicht zur Leistungserbringung zugelassen werden. Das Sachleistungsprinzip besagt, dass die Krankenkassen dem Versicherten die Leistungen in Natur zur Verfügung stellen. Stewens: "Die Internetapotheke wird nach einem Ausweg suchen und nach dem Kostenerstattungsprinzip abrechnen wollen. Die Berechtigung zur Kostenerstattung steht jedoch nur der kleinen Gruppe der freiwillig Versicherten und ihrer Familienangehörigen zu, sofern sie die Kostenerstattung anstelle der Sachleistung gewählt haben."

Abgesehen von diesen rechtlichen Bedenken seien nach Stewens Worten auch die Auswirkungen auf die flächendeckende Arzneimittelversorgung durch die Apotheken zu bedenken. "Es wäre naiv zu glauben, dass wir ein flächendeckendes Netz dienstbereiter Apotheken erhalten könnten, wenn wir hochpreisige Arzneimittel per Versandhandel verschicken und den Apotheken lediglich die Versorgung mit Billigpräparaten überlassen würden", sagte Stewens.

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Gerald 16. Aug 2002

Doc Morris ist einfach toll und mindestens so seriös wie jede andere Apotheke, es gibt...

Ralph Kammerzell 11. Mai 2001

Sinn und Zweck dieser Erklärung, die auch von einem Apothekerverband geschrieben sein...


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