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Microsoft: Linux ist teuer und unsicher

"Fakten" zum Einsatz von Linux im Handel

In einem White Paper "Linux im Handel - Was jeder Händler wissen sollte" will Microsoft Deutschland Händlern einige wichtige Fakten zum Einsatz von Linux in diesem Bereich an die Hand geben. Schließlich bedeute die Verwendung von Linux im Handel geringe Sicherheit, erhöhte Lohnkosten, begrenzte Entwicklertools und eine ungewisse Zukunft.

Artikel veröffentlicht am ,

Zwar werde der Linux-Kernel unentgeltlich angeboten, für das System entstehen letztendlich aber beträchtliche Gesamtbetriebskosten, so Microsoft. So ergeben sich beispielsweise erhebliche Kosten für das "Retail-Hardening" von Linux, also die Ausrichtung auf die Erfordernisse des Handels. Für Linux stehen demnach nur wenige gängige oder unternehmensweit einsetzbare Softwarepakete zur Verfügung. Speziell mangele es Linux noch an Unterstützung für den Bereich des "Point of Sale" (POS).

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Aber auch in anderen Bereichen hat nach Ansicht von Microsoft die eigene Plattform klare Vorteile. Weder Support noch Wartung von Linux seien kostenfrei und die Mehrheit der Linux-Distributoren verdiene ihr Geld mit der Dienstleistung. Dabei unterscheide sich der Support von Händler zu Händler und kann dem Unternehmen recht teuer kommen. Microsoft hingegen biete ein ausgeklügeltes Support-System und leiste jederzeit ohne Bedingungen Support, wenn dieser benötigt wird.

Auch sieht Microsoft eine Zersplitterung des Linux-Marktes. Derzeit stünden über 188 unterschiedliche Linux-Distributionen zur Verfügung, deren Zahl ständig wachse. "Aus diesem Grund muss zunächst die Entscheidung getroffen werden, welche Distribution und welche grafische Benutzeroberfläche eingesetzt werden soll. Anschließend gilt es, sich mit möglichen Einschränkungen zu beschäftigen. Beispielsweise besteht keine Garantie dafür, dass eine Software, die auf einer Distribution entwickelt wurde, auch auf einer anderen Distribution läuft. Und es gibt keine Sicherheit dafür, dass eine Anwendung, die für ein GUI (grafische Benutzeroberfläche) entwickelt wird, auf einem anderen GUI läuft - auch wenn dieselbe Distribution verwendet wird." Bei Microsoft, so das Unternehmen, entfallen derartige Probleme, da nur wenige unterschiedliche Versionen verfügbar und alle Versionen mit einer einzigen Benutzeroberfläche ausgestattet seien.

Auch ist Linux "Open Source", das heißt, jeder Anwender erhält eine Kopie des Quellcodes. "Dabei stoßen Entwickler, die mit Linux arbeiten, häufig auf Sicherheitslücken. Auf Microsoft Windows trifft dies nicht zu", so Microsoft stolz.

Auch existiere für Linux nur eine begrenzte Zahl von Entwicklertools, "wobei die Tools, die angeboten werden, weitaus komplizierter sind als beispielsweise Microsoft Visual Studio. Aus diesem Grund kann die Entwicklung einer Anwendung für das Linux-Betriebssystem sehr viel länger dauern."

Nach Meinung von Microsoft müssen Unternehmen agil sein, damit sie sich den veränderten Marktverhältnissen schnell anpassen können. "Und da die Zukunft von Linux sehr unklar ist, ist Microsoft als beständiges Unternehmen mit zuverlässigen langfristigen Lösungen die bessere Alternative."

Kommentar:
Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die Stichhaltigkeit von Microsofts Argumenten eingehen, letztendlich handelt es sich um Marketingmaterial, das für Microsoft einen Zweck erfüllen und keine Marktstudie widerspiegeln soll. Interessant scheinen vielmehr die Hinweise auf Microsofts Linux-Strategie. Noch vor drei bis vier Jahren gestand Microsoft öffentlich kaum ein, dass Linux überhaupt eine Konkurrenz im Unternehmensbereich darstellt. Heute schreckt man nicht davor zurück, Linux als "schlechte" Alternative zu brandmarken. Angefangen bei Microsofts "Pinguin-Anzeigenkampagne" über die Rede von Craig Mundie bis hin zu den hier dargestellten, branchenspezifischen Marketing-Aktivitäten.

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spool 02. Apr 2002

wer ansprüche an performance unter einer gui von linux stellt verwendet mit sicherheit...

terrasol 02. Apr 2002

da hat er recht der gute,bin eigentlich schon lange am überlegen, ob ich mir linux auf...

terrasol 02. Apr 2002

damit es nich falsch verstanden wird, ich meine damit den angeblichen "Wizard of OS".

terrasol 02. Apr 2002

muss dazu auch mal was sagen, ich stecke zwar nicht so tief in den interna der...

terrasol 02. Apr 2002

Meckern auf SAP, da mach ich mit. ich arbeite seit mehreren jahren bei siemens unter...


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