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EMI und Bertelsmann beenden Fusionsgespräche

Kartellrechtliche Anforderungen zu hoch

Die britische EMI Group plc und die Bertelsmann AG sind nach einer Sondierungsphase zu dem Ergebnis gekommen, die Gespräche über eine Zusammenführung ihrer Musikgeschäfte nicht fortzusetzen, teilten die Unternehmen mit.

Artikel veröffentlicht am ,

Die kartellrechtlichen Anforderungen aus Brüssel und Washington für eine Fusion EMI/Bertelsmann Music Group (BMG) ließen nach übereinstimmender Einschätzung beider Unternehmen einen komplizierten und langwierigen Prüf- und Genehmigungsprozess erwarten. Auch zeichneten sich hohe Auflagen ab, die die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens vermutlich in Frage gestellt hätten.

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"Unsere Firmen werden nun ihren jeweils eigenen Weg weitergehen", erklärte der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Middelhoff. "Mit der Talentschmiede BMG und unserem modernen Vertriebskonzept sind wir im Musikgeschäft in jedem Fall hervorragend aufgestellt."

Sowohl die gemeinsam mit AOL Time Warner, EMI und RealNetworks gegründete Online-Plattform MusicNet als auch die Unterstützung für Napster bei der Erarbeitung eines legalen Geschäftsmodells soll dem Unternehmen eine Vielzahl neuer Vertriebswege sichern. An Musicnet sind nebem EMI auch Warner Music beteiligt.

Middelhoff: "Die Musikindustrie ist kräftig in Bewegung geraten. Sie entwickelt endlich digitale Angebote, die benutzerfreundlich, komfortabel, schnell und mobil sind. In diesen stürmischen Zeiten ist die Kernkompetenz von Musikfirmen wie der Bertelsmann Music Group besonders gefragt: Die kreative Arbeit mit Künstlern, die Entwicklung neuer Talente und gute Promotion. Für die BMG werden sich mit Sicherheit neue Kooperationsmöglichkeiten ergeben."

Mit der Fusion von Bertelsmann und EMI wäre der weltgrößte Musikkonzern entstanden. Zudem hätte sich die Zahl der großen Musikkonzerne von fünf auf vier verringert.

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