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Diablo 2: Werden Online-Spieler ausspioniert?

Neuer Patch bringt zweifelhafte Neuerungen mit sich. Wer zuletzt als treuer Anhänger des populären Rollenspiels Diablo 2 ein paar vergnügliche Online-Stunden auf dem von Hersteller Blizzard bereitgestellten Server Battle.net verbringen wollte, durfte feststellen, dass Blizzard mit Veröffentlichung des neuen Upgrade-Patches grundlegend die Nutzungsbedingungen geändert hat – nicht unbedingt zum Vorteil des Spielers.
/ Thorsten Wiesner
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Die mit dem Patch V1.06 veränderten Nutzungsbedingungen, die vom Spieler akzeptiert werden müssen, wenn er weiterhin am Online-Spiel teilnehmen will, räumen Blizzard einen recht großen Freiheitsraum bei der Nutzung von Spieler-Informationen ein. So darf man in den Nutzungsregeln unter anderem nachlesen, dass es Blizzard gestattet ist, identifizierende Informationen bezüglich der Hardware des Spielers, wie etwa die IP-Adresse, zu speichern und weiterzuverarbeiten, ohne den Nutzer darüber informieren zu müssen.

Insbesondere gegen Copyright-Verletzungen soll so offensichtlich vorgegangen werden, denn in einem weiteren Unterpunkt heißt es sinngemäß, dass sich Blizzard das Recht herausnehme, bei begründeten Urheberrechtsverletzungen die ausspionierten Daten zu verwenden, um unrechtmäßigen Kopien auf den Grund zu gehen – was unter den Spielern natürlich für einigen Unmut sorgt.

Diablo 2 war im letzten Jahr von vielen Publikationen als Rollenspiel des Jahres ausgezeichnet worden. Insbesondere durch die Multiplayer-Option, die hunderttausende Spieler auf den kostenlos zu nutzenden Battle.net-Server von Blizzard lotste, gewann der Titel immens an Popularität.


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