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Studie: Deutschland ist größte Internetgemeinde in Europa

ACNielsen eRatings.com veröffentlicht aktuelle Internettrends. Nielsen/NetRatings zufolge stieg die Gesamtzahl der europäischen Haushalte mit Internetanschluss im vierten Quartal 2000 um 14 Prozent. Dies entspricht einer Zahl von vier Millionen Haushalten. Auffällig ist der vergleichsweise hohe Anteil von Internetnutzern am Arbeitsplatz in den skandivischen Ländern. Hier haben im Durchschnitt 38 Prozent der Nutzer ab 16 Jahre Zugang zum Internet. In Frankreich sind es nur 5 Prozent, in Spanien 10 Prozent und in Italien 13 Prozent der über 16-Jährigen, die am Arbeitsplatz die Möglichkeit haben, das Internet zu nutzen. Deutschland liegt mit 22 Prozent Internetzugang am Arbeitsplatz im guten Mittelfeld.
/ Andreas Donath
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Grundsätzlich ist festzustellen, dass der prozentuale Anteil an Anschlüssen zu Hause schneller wächst als am Arbeitsplatz. Den größten Zuwachs von Quartal III auf Quartal IV verzeichneten Österreich und Deutschland mit 5 bzw. 7 Prozent mehr Internetzugängen zu Hause.

Laut dem aktuellen Internet Investment Strategy Report von ACNielsen eRatings.com ist Deutschland die größte Internetgemeinde in Europa. Die deutschen Websurfer ziehen tendenziell deutsche Internetangeboten wie ebay. de den globalen Anbietern vor. Ebay.de führt seit Monaten das Ranking nach Page Impressions an. Das Unternehmen hat mittlerweile eine Reichweite von 18,14 Prozent und hält seine Nutzer im März 1 Stunde und 37 Minuten auf seiner Seite.

Der Internetmarkt in Großbritannien profitiert von der neuen Generation an Breitband-Internetprovidern. Seiten wie btopenworld.com und ntlworld.com verzeichnen große Zuwachsraten – ein Zeichen für die Bereitschaft der Briten, sich verstärkt auf Breitbandtechnologie umzustellen. In Deutschland gingen im März 217.544 Besucher auf DSL-Anbieter wie einsundeins.com oder 194.876 Nutzer auf strato.de. Der Bereich Shopping zeigt sich gleichbleibend stark – tesco.com erweist sich als führender europäischer Supermarktanbieter im Internet.

Trotz kontinuierlichen Wachstums in der Internetnutzung zeigen sich die italienischen Internetnutzer im europäischen Vergleich als äußerst verhalten im Bereich E-Commerce. Nur 5 Prozent der Nutzer gehen auf Finanzseiten. Verglichen mit hohen Besucherzahlen in Schweden (46 Prozent Reichweite) oder Finnland (55 Prozent) fällt Italien damit stark aus dem Rahmen. In diesem Bereich scheint sich noch großes Potenzial für Unternehmen zu verbergen.

Im Gegensatz dazu ist Schwedens Internetmarkt durch eine erste Sättigungsphase gekennzeichnet. Darauf deutet die Tatsache, dass Schweden im europäischen Vergleich den höchsten Anteil an weiblichen Internetsurfern (45,14 Prozent im März) und Senioren (25,05 Prozent der Surfer ab 50 Jahre) innehält – ein Phänomen, dass sich in der Regel bei Übersättigung des Marktes einstellt wie z.B. auch in den USA. Die skandinavischen Länder verzeichnen daher generell ein nur geringes Wachstum des Internetmarktes.


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