Software AG: Umsatz wächst um 36 Prozent
Die Software AG hat damit trotz des schwierigen Marktumfeldes in der IT-Branche ihr Wachstum wie geplant fortgesetzt. Die Integration des im Februar übernommenen US-Vertriebspartners Saga Systems, Inc., führte zu einem starken Anstieg der Umsätze in den USA, die bereits im ersten Quartal über 30 Prozent zum Konzernumsatz beigetragen haben.
Besonders erfreulich war die Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2001. Das operative Ergebnis (vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten) stieg um 53 Prozent auf 21,4 Millionen Euro (Vorjahr 14,0 Millionen Euro). Dazu hat wesentlich die Integration des im Februar 2001 übernommenen US-Vertriebspartners Saga Systems beigetragen. Für dessen Restrukturierung hat die Software AG einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 20 Millionen Euro im ersten Quartal berücksichtigt.
Darüber hinaus wurde erstmalig die Abschreibung des im Zusammenhang mit der Saga-Akquisition entstandenen Firmenwerts (Goodwill) ausgewiesen. Sie betrug 3,6 Millionen Euro für das erste Quartal. Diese Effekte führten im ersten Quartal 2001 insgesamt zu einem Verlust von 1,5 Millionen Euro nach Steuern.
Den stärksten Zuwachs verzeichnete das Geschäft mit Software-Lizenzen, das mit 42,6 Millionen Euro um 52 Prozent höher liegt als im Vorjahr (28,1 Millionen Euro). Darin enthalten sind 4,1 Millionen Euro aus dem Weiterverkauf von Nutzungsrechten an einer Software-Technologie der Saga. Das Wartungsgeschäft wuchs um 41 Prozent auf 41,9 Millionen Euro (Vorjahr 29,7 Millionen Euro). Auch hier wirkte sich die Übernahme der langjährigen US-Kunden positiv aus. Der Bereich Dienstleistungen wurde weiter auf margenstarke Projekte konzentriert und wuchs um 19 Prozent auf 43,4 Millionen Euro (Vorjahr 36,6 Millionen Euro).
Nordamerika erreichte im ersten Quartal 2001 einen Umsatzanteil von 31 Prozent (Vorjahr 14 Prozent); das europäische Ausland trug 38 Prozent (Vorjahr 45 Prozent) bei, das übrige Ausland 9 Prozent (Vorjahr 12 Prozent) und Deutschland 22 Prozent (Vorjahr 29 Prozent). Die klassischen Software-AG-Produkte Adabas und Natural verzeichneten im ersten Quartal ein Umsatzplus von 56 Prozent auf 25,7 Millionen Euro (Vorjahr 16,5 Millionen Euro) und trugen zu 60,5 Prozent (Vorjahr 58,9 Prozent) zum Lizenzumsatz bei.
Diese deutlich besser als geplante Geschäftsentwicklung führt die Software AG auf eine derzeit besonders starke Rationalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse bei den Kunden zurück. Auf Grund der sich in letzter Zeit deutlich verschlechternden Konjunkturprognosen bereiten sich viele Unternehmen auf schwierigere Marktbedingungen vor und investieren stärker als ursprünglich geplant in ihre bestehende IT-Infrastruktur. Daher konnte die Software AG die vielfach zitierte Investitionsschwäche bei ihren auf Großrechnern eingesetzten Produkten nicht feststellen, am wenigsten in den USA.
Ein gutes Wachstum zeigten mit 79 Prozent die neuen Produkte für das Electronic Business. Ihr Umsatzanteil betrug mit 13,4 Millionen Euro (Vorjahr 7,5 Millionen Euro) 31,3 Prozent (Vorjahr 26,6 Prozent) vom Lizenzumsatz. Auf Grund der geänderten Prioritäten haben zahlreiche Unternehmen ihre Investitionen in Internet-basierte E-Commerce-Projekte reduziert bzw. zeitlich verschoben. Dies hat dazu geführt, dass die Umsätze mit der XML-Datenbank Tamino im ersten Quartal 2001 nur knapp auf Vorjahreshöhe lagen.
Für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwartet die Software AG aus heutiger Sicht ein weiterhin starkes Umsatzwachstum von circa 50 Prozent, bei sehr erfreulicher Entwicklung des operativen Ergebnisses.
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