Auch GeForce2-Grafikkarten werden billiger
Zudem hat NVidia sein Grafikchip-Angebot für Desktop-Rechner bereinigt, so dass nun nur noch GeForce3, GeForce2 Pro, GeForce2 MX 400 und GeForce2 MX 200 hergestellt zu werden scheinen. Der ältere GeForce2 GTS und der GeForce2 MX sind endgültig aus dem Programm geflogen.
Als empfohlene Verkaufspreise für GeForce2- bzw. GeForce3-Grafikkarten nennt NVidia die folgenden:
32MB GeForce2 MX 200 (SDRAM) – 99,- US-Dollar
64MB GeForce2 MX 400 (SDRAM) – 129,- US-Dollar
64MB GeForce2 Pro (DDR-SDRAM) – 199,- US-Dollar
64MB GeForce3 (DDR-SDRAM) – 399,- US-Dollar
Damit deckt NVidia nun auch die niedrigeren Preisbereiche ab und greift seine Konkurrenten wie ATI und Matrox weiter auf breiter Front an. Insbesondere die in Kürze auf den Markt kommenden Kyro-II-Grafikkarten werden es damit schwer haben, Fuß zu fassen – auch wenn sie von der Leistung eher über den MX-Karten zu liegen scheinen.
Das bisherige Top-Produkt, die GeForce2 Ultra, hat NVidia übrigens ebenfalls aus dem Programm genommen, obwohl es die preisliche Lücke zwischen GeForce2 Pro und GeForce3 schließen könnte. Allerdings ist die Ultra ihrem Hersteller dann wohl doch ein bisschen zu sehr GeForce3-Konkurrent aus den eigenen Reihen, da sie von der Leistung in aktuellen DirectX-7-Spielen sehr gut mit der GeForce3 mithalten kann und diese mitunter sogar übertrumpft – auch wenn sie nicht annähernd mit deren Effekten unter DirectX 8 ausgestattet ist. Dank des GeForce3-Preisrutsches dürfte das aber zu verschmerzen sein.
Wer trotzdem noch mit einer Ultra liebäugelt, sollte sich bald entscheiden, da die meisten Hersteller die Produktion bereits eingestellt haben dürften. Auf Nachfrage hat Guillemot bestätigt, bereits alle GeForce2-Ultra-Grafikkarten an den Handel ausgeliefert zu haben. Neue werden nicht gefertigt.
Eine täglich aktualisierte Grafikkarten-Marktübersicht inklusive Preisen und Lieferbarkeiten bei verschiedenen Online-Händlern findet sich übrigens unter markt.golem.de.
Kommentar:
Wer sich wundert, warum NVidia für seine Kunden Preisrichtlinien auspricht: Diese gelten laut Insidern für diejenigen Hersteller, die NVidias Referenzdesigns nutzen, was auch die meisten tun.
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