Sandwich-Platine mit integrierten optischen Wellenleitern
In den verschiedenen Schichten der neuen "Dortmunder Platinen" werden die Daten entweder mit konventionellen elektrischen oder Lichtimpulsen übermittelt. Optische und elektrische Datenübertragung sind so in der neu entwickelten Platine vereint. Hochleistungscomputer in Wetterforschung, Flugsicherung und Internetknoten erlangen mit diesem "Sandwich" eine wesentlich höhere Rechengeschwindigkeit. Zudem vermindert sich so die Störanfälligkeit dieser Systeme.
Das Arbeitsgebiet Mikrostrukturtechnik um Prof. Neyer präsentiert dieses und andere Forschungsergebnisse auf der Hannover Messe 2001 am Stand des "Forschungsland NRW" (Halle 18, 1.OG, Stand M12).
Schwerpunkt des Arbeitsgebietes Mikrostrukturtechnik an der Universität Dortmund ist die Herstellung von kleinsten Strukturen in Kunststoffen. Eingesetzt werden diese Mikrostrukturen – wie beschrieben – als Lichtwellenleiter zur optischen Datenübertragung oder auch als Flüssigkeitsleiter zur hochempfindlichen Analyse in Medizin und Umwelttechnik.
Diese checkkartengroßen Plastikchips sind von feinsten Kanälen durchzogen, die mit zu untersuchenden Flüssigkeiten gefüllt werden. Über feine Metallbahnen, so genannte Mikroelektroden, werden elektrische Spannungen an die Kanäle angelegt. Die Trennung und Analyse der verschiedenen, in der Flüssigkeit enthaltenen Stoffe geschieht dann durch den Effekt der Kapillarelektrophorese (CE). Eine mögliche Anwendung ist der empfindliche Nachweis von Schadstoffen in Nahrungsmitteln.



