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GI: Situation der Informatik-Fachbereiche nicht verbessert

Gesellschaft für Informatik beklagt Unzulänglichkeit öffentlicher Programme. Als "völlig unzureichend" hat Prof. Dr. Heinrich C. Mayr, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), die bisher von Bund und Ländern zusätzlich bereitgestellten Mittel bezeichnet, die zur Bewältigung des Andrangs an den Informatik-Fakultäten dienen sollten. Von Anfang 1995 bis Anfang 2001 hat sich laut VDI die Zahl der Studienanfänger in der Informatik fast verdreifacht, die Hochschulkapazitäten sind dem jedoch kaum gewachsen.
/ Christian Klaß
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Eine von der GI durchgeführte Umfrage zur Situation an den Informatiklehrstühlen zeige deutlich, dass auch die neu aufgelegten Programme oft nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein seien: "Die überdurchschnittliche Rücklaufquote von nahezu 50 Prozent ist ein Beleg dafür, wie groß die Not und das Interesse der Lehrenden ist, die Situation an ihren Hochschulen zu verbessern", erläuterte Mayr.

Von den Befragten gaben 46 Prozent an, sie hätten keinerlei zusätzliche Zuwendung aus Bundesmitteln erhalten. 48 Prozent haben auch aus Landesmitteln keine Unterstützung bekommen. An 20 Prozent der Universitäten wurden hochschulintern Mittel umverteilt bzw. Lehrstühle für die Informatik umgewidmet.

Aber auch viele derjenigen Fakultäten, die zusätzliche Mittel erhalten hätten, seien keineswegs zufrieden. "Mit wenigen Ausnahmen sind sie nämlich mit Kleinbeträgen abgespeist worden, mit denen noch nicht einmal eine zusätzliche Assistentenstelle finanziert werden kann", kritisierte Mayr in einer Pressemitteilung.

Darüber hinaus gebe es in einigen Bundesländern bis jetzt lediglich unverbindliche Zusagen, es sei aber noch kein Geld geflossen. Mayr dazu: "Ein Jahr nach der Bereitstellung der Mittel durch den Bund ist dies skandalös, denn damit ist ein weiteres wichtiges Jahr zur Heranbildung der benötigten Fachkräfte verloren."

Dazu komme, dass alle Mittelzusagen auf wenige Jahre befristet seien und Spitzenkräften damit an den Hochschulen keine Perspektive geboten würde. Auch wissenschaftliches Personal würde nicht adäquat bezahlt werden, ergänzt Mayr. Er appelliert deshalb an Bund und Länder, die Informatik an den Hochschulen so zu verstärken, dass sie dem Bedarf gerecht werden könne: "Nachdem sich nun endlich mehr junge Menschen für die Informatik entscheiden und damit eine Chance zur Linderung des Fachkräftemangels besteht, müssen wir ihnen auch eine adäquate Ausbildung bieten."


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