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Intel und OradNet streamen Fußball in 3D

Kein Videostream sondern interaktive 3D-Darstellung. OradNet will mit TOPlay Soccer die Übertragung von Fußballspielen ins Internet ermöglichen – nicht jedoch in Form bandbreitenhungriger Videodaten, sondern in Form von 3D-Daten, die von der Software wiedergegeben werden. Im Gegensatz zum Videostream soll bereits eine 56K-Modemverbindung ausreichen, um Fußballfans die übertragenen Spiele aus jedem Winkel, aus Sicht ihrer Lieblingsspieler oder auch in Zeitlupe ansehen zu lassen.
/ Christian Klaß
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Die "Immersive Sports" getaufte Technologie soll laut OradNet zudem weitere Vermarktungsmöglichkeiten für Sport-Sender bieten. So kann beispielsweise virtuelle Bannerwerbung direkt aus einer Szene angeklickt und eine Website geöffnet oder Mannschaftstrikots durch Anklicken eines Spielers gekauft werden. Sportwebseiten können Zusatzinformationen wie Spielerstatistiken, Biografien und ähnliches per Klick auf einen Spieler zeigen.

Um Spiele in 3D-Grafik darstellen zu können, nimmt ein von OradNet entwickeltes Tracking-System das Spiel auf. Die Daten – Spieler, Ballbewegungen, Tore und andere Informationen – werden mit Hilfe der von Intel entwickelten Interactive Sports Software als XML-Datei gespeichert. Anschließend können die Daten mit der TOPlay Soccer Production Suite aufbereitet und mit dem TOPlay-Client in 3D-Grafik mit Spielstatistiken wiedergegeben werden. Dazu greift der Client auf Intels "Internet 3-D Graphics Technology" zurück, die bereits ihren Weg in den Macromedia Director und Shockwave gefunden hat.

Die 3D-Wiedergabequalität soll dabei an die Leistung des Rechners angepasst werden können: Je leistungsfähiger das System und je besser die 3D-Grafikkarte, umso detaillierter und realistischer ist die Darstellung laut Intel.

TOPlay Soccer soll ab 30. April 2001 unter www.oradnet.com(öffnet im neuen Fenster) für Windows-PCs zum Download bereitstehen. Allerdings haben Intel und OradNet noch nicht angegeben, ob und welche Fernsehsender die Technologie lizenzieren werden. Die Vorgänger-Technologie VirtuaLive, ein VRML-basierender 3D-Fußball-Viewer wird jedoch bereits vom spanischen Canal Plus und von einer italienischen Site eingesetzt.


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