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E-Plattform für Archäologie, Kunst- und Designgeschichte

Prometheus-Projekt gestartet. Die Medienkompetenz sowohl der Lehrenden als auch der Studierenden zu fördern und berufsqualifizierende Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich digitaler Lehr- und Lernmedien an den Universitäten zu unterstützen, ist das Ziel des Projekts "Prometheus". "Prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre", das am 1. April unter der Leitung von Dr. Holger Simon vom Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln gestartet wurde, ist ein auf drei Jahre angelegtes Verbundprojekt und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Neue Medien in der Bildung" mit 3,2 Millionen Mark gefördert.
/ Andreas Donath
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Mit Prometheus entsteht eine auf verteilten digitalen Ressourcen beruhende, vernetzte Wissensplattform mit didaktischen Modulen, die nach Projektende als Open Source unter den Bestimmungen des GNU Public License zur Verfügung stehen wird.

Das Bild ist das klassische Medium zur Vermittlung von Lehrinhalten in den Fächern Kunstgeschichte und Archäologie. In Erweiterung zur Bildrecherche soll Prometheus die Möglichkeit bieten, aus den recherchierten Bilddaten digitale Präsentationen für Vorträge und Referate herzustellen.

Ziel des Projekts ist die Erstellung einer internetbasierten Wissensplattform für die Fächer Archäologie, Kunstgeschichte und Designgeschichte, die das Potenzial digitaler Bildverarbeitung und -archivierung für Forschung und Lehre in diesem Bereich nutzen und erproben wird. In Zusammenarbeit mit Informatikern, Mediendesignern und Mediendidaktikern entsteht ein System, das zum einen verteilte digitale Bildarchive zusammenführen und zum anderen durch eine virtuelle Lehr- und Lernumgebung die herkömmliche Lehre ergänzen und die Möglichkeiten zum Selbststudium verbessern soll.

An der Umsetzung von Prometheus beteiligt sind außer der Universität Köln die Humboldt-Universität zu Berlin, die Hochschule Anhalt in Dessau/Köthen und die Justus-Liebig- Universität in Gießen.

Von archäologischen Objekten bis zur aktuellen Computerkunst reichen die Bilder, die von den beteiligten Projektpartnern unabhängig voneinander in Bilddatenbanken mit jeweils eigenen Schwerpunkten aufgenommen werden. Es werden hierin sowohl Bilder als auch deren Basisdaten (Künstler, Titel, Datierung etc.) gespeichert. Prometheus führt diese digitalen Bildarchive unter einer gemeinsamen Oberfläche zusammen, so dass man gleichzeitig in allen Datenbanken recherchieren kann. Das System ist so konzipiert, dass keine bestimmte Datenbanksoftware und keine einheitlichen Datenstrukturen vorgeschrieben sind.

Während der Wissenschaftsbetrieb von recht engen Abgrenzungen der einzelnen Fächer geprägt ist, will die gemeinsame Wissensplattform von Prometheus den Versuch wagen, Fächergrenzen zu überwinden und Nachbardisziplinen einzubinden.


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