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US-Auslieferservice Kozmo.com vor dem Ende

Service eingestellt, 1100 Mitarbeiter entlassen. Der US-Onlinehändler und Auslieferservice Kozmo.com hat seine Geschäftsaktivitäten eingestellt und alle 1100 Angestellten entlassen. Die Firma, die in New York ihren Stammsitz hatte, lieferte per Fahrradkurier neben Videokassetten auch Snacks und Bücher. In Manhatten und Los Angeles beliefert das Unternehmen, an dem Amazon eine Beteiligung hält, seine Kunden mit Büchern und CDs.
/ Andreas Donath
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Nach unbestätigten Gerüchten kam das Aus nach erfolglosen Übernahmeverhandlungen mit dem US-Gemüselieferanten PDQuick, den Kozmo.com kaufen wollte. Die vorhandenen Gelder sollen dafür reichen, die Angestellten auszubezahlen und Schulden zu begleichen.

Kozmo hatte über 280 Millionen US-Dollar Venture-Kapital von Flatiron, Starbucks, Softbank und Amazon eingesammelt. Nachdem der Börsengang im Sommer 2000 erst einmal abgesagt wurde, ging es bergab.

Die Entlassungswelle startete im August 2000 und endete mit einer dritten Runde im April 2001, bei der noch einmal 90 Leute entlassen wurden. Im Januar 2001 schloss das Unternehmen seine Niederlassungen in San Diego und Houston.

Kozmo wurde 1998 gegründet und wollte einen kostenlosen Auslieferungsdienst für Snacks, Bücher, CDs, Elektronikgeräte und Luxusartikel starten, der schon wenige Stunden nach der Internet-Bestellung das Gewünschte ausliefert. Doch schon bald kam ein 5-US-Dollar-Minimumbestellwert und Zustellgebühren für Bestellungen unter 30 US-Dollar hinzu.

Zu ihren Blütezeiten unterhielt Kozmo.com Zweigstellen in neun Märkten, darunter New York, Atlanta, Boston, Washington, Chicago, Los Angeles, San Francisco, Seattle und Portland mit mehr als 3300 Angestellten. Im Oktober 2000 sorgten durch Kozmo abgebrochene Übernahmegespräche für das Ende von Urbanfetch.com, einem der größten Konkurrenten.


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