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Patent- und Markendatenbanken online abfragbar

FIZ Karlsruhe mit 32 Millionen internationalen Patentschriften

Das Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe hat eine Patent- und Markendatenbanken ins Internet gebracht, die über den wissenschaftlich-technischen Datenbankverbund STN International angeboten werden. 32 Millionen internationale Patentschriften zitiert allein die dort bereitgestellte internationale Patentdatenbank INPADOC.

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Anhand von Stichwörtern und Patentklassifikationscodes können die Patente durchsucht werden. "Eine effiziente Auswertung von Schutzrechtsdokumenten bringt nachweislich Wettbewerbsvorteile", erklärte Dipl.-Ing. Friedemann Böhm, beim FIZ Karlsruhe zuständig für Patent- und Markendatenbanken. Über einen "Full-Text-Button" werden für jedes Dokument Zugriffs- und Bestellmöglichkeiten auf die/für die vollständige Patentschrift aufgezeigt. So kann auf die bei verschiedenen Patentämtern elektronisch vorliegenden Volltexte direkt zugegriffen werden, oder die gedruckte Version kann sofort online über den automatischen LiteraturvermittlungsService FIZ AutoDoc bestellt werden. Auf Wunsch werden die Dokumente innerhalb von 24 bzw. 48 Stunden per E-Mail, Fax oder per Post zugesandt.

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Für professionelle Patentrecherchen sei es allerdings notwendig, dass man sich im internationalen Patentrecht auskenne und wisse, wie man mit Online-Datenbanken umgehe.

Das FIZ Karlsruhe bietet dazu Trainingsprogramme für Einsteiger und Fortgeschrittene an. Durch die Aufbereitung in hochentwickelten Datenbanken kann man nach Aussage Böhms aus der Patentliteratur weit mehr als nur die veröffentlichten Patentanmeldungen des Wettbewerbs hervorholen oder technische Lösungen für die eigene Produktgestaltung finden. "Mit einer guten Recherchestrategie lassen sich aus Patentdatenbanken Entwicklungstrends ableiten und zusätzlich kann man auch noch erkennen, auf welche Märkte die Konkurrenz abzielt", so der Diplomingenieur.

Außerdem sei mit den effizienten Softwarefunktionen eine automatische permanente Überwachung der eigenen Patente möglich. Wenn sich die Anmeldeaktivitäten im Umfeld des überwachten Patentes häuften - was auf einen Angriff auf das eigene Produkt hindeute - schlüge das System Alarm (z. B. unter Verwendung der Datenbank Derwent Patents Citation Index).

Da auch Marken im Zuge der Globalisierung zur Verteidigung angestammter Märkte immer wichtiger werden, hat das FIZ Karlsruhe vor kurzem nun auch erstmals Datenbanken mit internationalen Informationen über Marken-Schutzrechte in sein Produktportfolio aufgenommen.

Neu im Programm sind die drei Marken-Datenbanken DEMAS (Deutsches Elektronisches Marken-Suchsystem), EUMAS (EU-Gemeinschafts-Marken-Suchsystem) und IRMAS (International Register Trademarks Suchsystem). Sie geben Auskunft über alle vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), vom Markenamt der EU (Office of Harmonization in the International Market OHIM) und der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlichten Markenschutzrechte.

Hergestellt werden die Patent- und Markendatenbanken auf STN International von nationalen, regionalen und internationalen Patentbehörden und privatwirtschaftlichen Unternehmen: darunter das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), das amerikanische U.S. Patent- and Trademark Office (USPTO), das Europäische Patentamt (EPA) und die Internationale Organisation für Geistiges Eigentum (WIPO) sowie die renommierten Patent- bzw. Markeninformationsspezialisten Wila Verlag oder Derwent Information.



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