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Start des bundesweiten Fahndungssystems wieder verschoben

Spiegel berichtet über eklatante Missstände bei INPOL. Das gemeinsame Computersystem INPOL der Polizeien von Bund und Ländern wird nach einem Bericht des Spiegel zum Millionengrab. Wegen technischer Probleme muss der für den 15. April vorgesehene Start des Datenverbunds um mindestens ein halbes Jahr verschoben werden.
/ Andreas Donath
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Der zuständige Projektleiter im Bundeskriminalamt, Peter Matschak, wurde nach Spiegelangaben von seiner Aufgabe entbunden. Nur einige Bundesländer werden Mitte April einen Testbetrieb des neuen Informationssystems starten, das bislang einen dreistelligen Millionenbetrag gekostet hat.

Der Datenverbund, der die länderübergreifende Verbrechensbekämpfung erleichtern soll, war bereits 1992 von der Innenministerkonferenz beschlossen worden. Experten kritisieren laut Spiegel vor allem die offenbar untaugliche Software, die das Bundeskriminalamt in Zusammenarbeit mit der Firma debis entwickelt hat.

Wegen der Verzögerung kommen auf die Polizeien in Bund und Ländern jeden Monat Kosten in zweistelliger Millionenhöhe zu.

INPOL soll jedem polizeilichen Sachbearbeiter den Zugriff unter anderem auf die Personen- und Sachfahndung ermöglichen. Das heutige System hatte bereits Ende der 80er-Jahre seine technischen Grenzen erreicht, so die Gewerkschaft der Polizei.


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