Spieletest: Black & White - Ein göttliches Vergnügen

Screenshot #5
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Die in Vorab-Tests häufig kritisierte Steuerung von Black & White erweist sich bei näherer Betrachtung prinzipiell als recht gut durchdacht. Alle relevanten Aktionen werden mit der Maus durchgeführt, mit der linken Maustaste bewegt man sich durch die Welt und dreht die Ansicht, per rechter Maustaste werden Objekte aufgehoben und benutzt, beide Tasten zusammen zoomen die Karte. Zu Beginn sorgt das allerdings für einige Verwirrung, da man wohl bisher in keinem Spiel derart viele Funktionen mit dem Nager ausführen konnte und gerade Anfänger die Maus als hoffnungslos überbelegt ansehen werden.

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In punkto Grafik wusste man von früheren Präsentationen ja bereits, dass Lionhead einen optischen Augenschmaus präsentieren würde, und wirklich sieht Black & White deutlich besser aus als alles andere, was bisher im Strategiespiel-Bereich erhältlich ist. Die Landschaften sind sehr farbenfroh und detailliert ausgefallen, allerdings lässt dieser Detailreichtum beim Rauszoomen sehr schnell nach. Das wirkliche Highlight sind aber zweifelsohne die Animationen und die Mimik der Kreaturen: Die ersten Spielstunden werden viele wohl damit verbringen, sich die Reaktionen von Affe, Kuh und Tiger anzusehen, wenn sie nach einem Klaps auf die Wange verwundert schauen, nach einer Portion Streicheleinheiten beglückt grinsen oder sich, unklar ob der Absicht des Spielers, verwundert am Kopf kratzen.

Und noch in einem anderen Punkt haben die Entwickler Großes geleistet: In keinem anderen Spiel zuvor hatte man so viel Einfluss auf die vor einem ausgebreitete virtuelle Welt. Jeder Stein, jeder Baum und jeder beliebige Gegenstand, der auf dem Bildschirm zu sehen ist, lässt sich aufheben, umsetzen und verwenden, das Schicksal und die Ausgestaltung der Welt liegt ganz in der Hand des Spielers. Übrigens ändert sich je nach Verhalten des Spielers auch die optische Ausgestaltung - in einer Tyrannei werden die einst grünen Bäume schon bald bedrohlich-grau schimmern, die Sonne sich verdunkeln und die fröhliche Hintergrundmusik einer schaurigen Endzeit-Melodie weichen, frei nach dem Motto: Zeige mir Deinen Spielstand, und ich sage Dir was für ein Mensch Du bist!

Fazit:
Keine Frage, Black & White ist ein herausragendes Spiel geworden, das vor lauter neuen Ideen, brillanten Grafiken und motivierendem Gameplay nur so strotzt. Aber nichtsdestotrotz revolutioniert der Titel nicht die Spielwelt, denn so bahnbrechend neu ist das aufgemöbelte und durch die Kreatur genial bereicherte Aufbau-Strategie-Konzept nicht, dass man hier von einer wegweisenden Entwicklung reden müsste. Unter dem Strich bleibt es aber eines der mit Abstand besten Spiele der letzten Zeit - und das ist schließlich auch schon eine ganze Menge wert.

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Braindead 09. Apr 2001

Dann kauf es nicht ;-)

mario 09. Apr 2001

Hi, wenn es nur halb so süchtig macht wie Poplous auf dem Amiga und nur annähernd die...

Krisko 09. Apr 2001

Was sind das denn für schräge Methoden? Nicht daß ich Raubkopien gutheißen will, aber wer...

Protagonist 07. Apr 2001

Moin Ihrs! Wollte nur mal darauf hinweisen, dass Black and White sich - falls es von...



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