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Strato - Datenverlust bei 7.000 Domains

Schadensersatzansprüche sollen unkompliziert abgewickelt werden. Bei der Strato AG kam es seit Dienstagnachmittag letzter Woche bis heute früh zu Serviceausfällen unterschiedlichen Ausmaßes: Zeitweise waren zwischen 10 und 100 Prozent der rund 1,5 Millionen von ihr bei der KPNQwest in Karlsruhe gehosteten Domänen nicht erreichbar. Gegenwärtig sind alle HomePages wieder erreichbar, jedoch gibt es nun bei rund 7.000 von ihnen einen vollständigen Datenverlust.
/ Jens Ihlenfeld
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Im Rahmen der abschließenden Überprüfungen kann es in den beiden kommenden Nächten nochmals zu temporären Abschaltungen kommen.

Den von den Ausfällen betroffenen Strato-Kunden können also zwei verschiedene Arten von Schäden entstanden sein: Durch zeitweise Nicht-Erreichbarkeit ihrer Website und/oder durch Verlust des Inhalts ihrer Website. Berechtigte Schadensersatzansprüche sind bei der Strato AG – als dem unmittelbaren Vertragspartner der betroffenen Kunden – geltend zu machen. Strato will diese Schadensersatzansprüche in vollem Umfang bei KPNQwest geltend machen.

Um Schadensersatzansprüche schnell bearbeiten zu können, wird die Strato AG deshalb in einem ersten Schritt ab morgen im Kundenservice-Bereich auf ihrer Website ein Schadens-Anmeldungsformular zur Verfügung stellen. Mittels dieses Formulars soll eine möglichst zügige Regulierung aller Schäden ermöglicht werden – insbesondere will Strato seine Kunden in der Artikulierung ihrer Schäden unterstützen. Strato werde aus Effizienzgründen auch die so angemeldeten Schadensersatzansprüche bevorzugt behandeln.

Eine Ursache für die anhaltenden Serviceausfälle ist laut Strato in den Speicher- und Toolproblemen bei den EMC-Speichersystemen zu sehen. Nach Augenzeugenberichten waren einerseits elektronische Baugruppen in dem EMC-Subsystem "verkokelt" und haben andererseits die Tools zur Überprüfung der Integrität der auf ihnen gespeicherten Dateisysteme versagt – sie haben deren Integrität bestätigt, obwohl sie tatsächlich korrupt waren.

Aber auch bei der KPNQwest gab es laut Strato eine haarsträubende Panne: Für die permanente Generierung zeitnaher Backup-Kopien der aktuellen Dateisysteme auf den EMC-Speichersystemen war zwar von KPNQwest ein Bandgerät beschafft aber nicht in Betrieb genommen worden, so Strato unter Berufung auf Zeugen.

Auf Grund der Bedeutung des Vorganges hat der Aufsichtsrat der Strato AG zusammen mit dem Vorstand eine Task Force dafür eingerichtet, die insbesondere auch sicherstellen wird, dass sich ein solcher Vorgang nicht wiederholt.


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