Sharp bringt im Sommer Linux-PDA nach Deutschland (Update)

Erweiterbar über CompactFlash-Karten und SD-Cards

Auf der CeBIT in Hannover gab Sharp jetzt bekannt, dass man im Sommer einen PDA mit Linux als Betriebssystem auf den Markt bringen will. Damit bestätigen sich die Vermutungen in dieser Richtung. In Japan kennt man das Gerät unter dem Namen Zaurus, es wird dort allerdings mit einem Sharp-eigenen PDA-Betriebssystem angeboten. Noch steht ein Produktname für die Linux-Version nicht fest - derzeit wird es als Multimedia-Tool bezeichnet.

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Multimedia-Tool
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Noch sind die auf der Messe gezeigten PDAs nicht mit Linux ausgestattet, sondern verwenden das Sharp-eigene Betriebssystem, so dass derzeit keine Detail-Informationen zum Software-Umfang und zur Performance bekannt sind.

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Der Sharp-PDA besitzt ein transflektives TFT-Touchscreen mit einer zuschaltbaren Vordergrundbeleuchtung aus eigener Entwicklung, das bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln 65.536 Farben darstellen kann. Der Einsatz dieser Technik spart wertvollen Akku-Strom und gewährleistet außerdem, dass das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar bleibt. Der auswechselbare Lithium-Ionen-Akku soll ohne Vordergrundbeleuchtung etwa 12 bis 14 Stunden am Stück durchhalten, was bei aktivierter Beleuchtung auf etwa 4 Stunden sinkt. Mit Akku wiegt das Gerät etwa 210 Gramm.

Als Rechenquelle setzt Sharp auf einen mit 160 MHz getakteten MIPS-Prozessor von Hitachi und stattet den PDA mit 32 MByte Arbeitsspeicher aus. Ferner besitzt das Gerät hinter einer Schiebeklappe eine Mini-Tastatur zur Texteingabe und sieben Applikationstasten, welche aber voraussichtlich nicht frei belegbar sein werden.

Da Sharp den PDA als Multimedia-Organizer präsentiert, zählen ein MP3-Player und ein Video-Player zum Lieferumfang, der entweder MPEG4 oder Divx unterstützen wird. Auch herkömmliche Organizer-Funktionen wie Adressverwaltung und Terminplanung wird der PDA ebenso bieten wie E-Mail- und Internet-Funktionen zum Aufrufen von HTML-Seiten. Ein WML-Browser ist nicht vorgesehen. Der PDA wird voraussichtlich die Synchronisation mit Microsoft Outlook beherrschen, soll aber auch mit entsprechenden Linux-Applikationen funktionieren.

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Der Sharp-PDA glänzt mit vielen Erweiterungs-Möglichkeiten: Er nimmt sowohl SD-Cards als auch CompactFlash-Karten vom Typ II auf. Letzteres ermöglicht etwa den Einsatz der Microdrive-Festplatte von IBM, die derzeit bis zu 1 GByte Daten speichern kann, so dass hochauflösende Filme oder Videoclips darauf Platz finden. Zudem besitzt der PDA eine Infrarot-Schnittstelle und eine Buchse für Stereo-Kopfhörer.

Zum Lieferumfang gehören eine Dockingstation, ein Ladegerät sowie ein Ohrhörer mit integrierter Fernbedienung. Das Netzteil lässt sich direkt an den PDA anschließen, um das Gerät auch unterwegs bequem aufladen zu können.

Sharp will den Linux-PDA im Sommer in Deutschland zu einem Preis von um die 1.000,- DM in die Läden bringen; ein genauer Preis steht noch nicht fest.

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