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Studie: Online-Studierende vereinsamen nicht

Online-Studierende kommunizieren häufiger mit Kommilitonen und Dozenten

Online-Studierende vereinsamen nicht, sondern kommunizieren im Gegenteil häufiger mit ihren Dozenten und untereinander als konventionell Studierende. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung, die das Lernverhalten von Online-Studenten mit dem von Studenten in Präsenzstudiengängen vergleicht. Grundlage der Studie sind vor allem die Erkenntnisse aus dem virtuellen Studiengang "WINFOLine - Wirtschaftsinformatik Online" an den Universitäten Saarbrücken, Göttingen, Kassel und Leipzig. Die vier Hochschulen haben sich zusammengeschlossen und bieten mit insgesamt acht Vorlesungen einen Teil des Hauptstudiums online an.

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"WINFOLine bringt unseren Studenten kürzere und intensivere Studienzeiten und verschont sie vor überfüllten Hörsälen. Damit nähern wir uns der Vision einer virtuellen Universität, die ihre Angebote kundenorientiert, aktuell und 'just-in-time' anbietet", so August-Wilhelm Scheer, Professor an der Universität des Saarlandes und Sprecher des 1997 begonnenen Projekts. Die hochschulübergreifende Kooperation ermögliche zudem eine breitere Auswahl an Studienangeboten. Rund 500 Studierende beteiligen sich pro Semester an dem Studium per Mausklick.

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Dabei führt das Lernen im Internet nicht zu einer Anonymisierung, wie häufig befürchtet wird. Für die Untersuchung zum Lernverhalten der Online-Studierenden wurden rund 5.000 Studierende konventioneller Studiengänge und 350 Online-Studenten nach ihren Studiengewohnheiten befragt. 49 Prozent der Online-Studierenden gaben an, in der vorhergehenden Woche mit ihren Kommilitonen über den Lehrstoff gesprochen zu haben, während nur 37 Prozent der Studierenden aus Präsenzveranstaltungen miteinander über Lehrinhalte diskutierten.

In der Kommunikation mit den Lehrenden ist die Spanne noch deutlicher: 24 Prozent der Online-Studenten unterhielten sich mit ihren Dozenten über Lehrinhalte, von den konventionell Studierenden suchten jedoch nur 10 Prozent ihre Professoren auf. Zudem zeigen sich die Online-Studierenden auch recherchierfreudiger als konventionell Studierende. Dies gilt sowohl für Recherchen im Internet als auch in der Bibliothek. Bei Unklarheiten beispielsweise nutzen 78 Prozent der Online-Studierenden das Internet, 50 Prozent gehen in die Bibliothek. Von den Präsenzstudenten versuchen dagegen nur 39 Prozent, Unklarheiten via Internet zu beseitigen und nur 26 Prozent klären offene Fragen in der Bibliothek.

Die Bertelsmann Stiftung und die Heinz Nixdorf Stiftung haben neben "WinfoLine" noch ein weiteres Online-Angebot für Studierende entwickelt: Das Projekt "VIRTUS" bietet den Studenten der Kölner Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eine virtuelle Studienumgebung, die in Ergänzung zum normalen Lehrbetrieb an der Universität Köln genutzt wird. Beide Projekte sind Teil der 1996 von der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung gegründeten Initiative "BIG - Bildungswege in der Informationsgesellschaft" und werden ihre Aktivitäten nach dem Ende der Förderung durch die Stiftungen in diesem Frühjahr weiterführen.



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