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Siemens zieht sich aus Steckdosen-Internet Powerline zurück

EnBW hält an Powerline fest. Obwohl Siemens seine Powerline-Aktivitäten vorerst eingestellt hat, hält die EnBW Energie Baden-Württemberg AG an der Datenübertragung über das Stromnetz fest, teilte das Unternehmen mit. Die Rahmenbedingungen für das Projekt seien zu ungewiss, sagte ein Siemenssprecher.
/ Andreas Donath
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In einer am Montag in Karlsruhe veröffentlichten Erklärung kündigte die EnBW für Sommer 2001 einen Powerline-Marktauftritt mit 7.500 Stromkunden in Ellwangen, am östlichen Rand der Schwäbischen Alb gelegen, mit Geräten der Firma Ascom an. Dieses Schweizer Unternehmen habe bereits umfangreiche Erfahrungen in Sachen Powerline und erfüllt die technischen Anforderungen von EnBW, so das Unternehmen.

Der vorläufige Rückzug von Siemens – dem ursprünglichen Partner der EnBW – habe keine Auswirkungen auf die Powerline-Pläne der EnBW. Ungeachtet dessen wolle man die Zusammenarbeit zwischen Siemens und EnBW auf anderen Arbeitsgebieten fortsetzen.

Der Internet-Zugang über die Stromleitung soll bis zu 20-mal schneller sein als über einen ISDN-Anschluss. Andere Stromanbieter wollen ebenfalls in das Geschäft mit dem Internetzugang über die Steckdose einsteigen – doch mit Startterminen hält man sich noch stark zurück.

Aus der Powerline-Nutzung ergeben sich für den Kunden Vorteile gegenüber der Datenübertragung per Telefonleitung: Powerline Communication (PLC) sei jederzeit und überall verfügbar, zeitraubendes Einwählen ist nicht mehr notwendig, die kundeneigene TK-Infrastruktur kann anderweitig genutzt werden, so EnBW.

Konkrete Zahlen zur Preisgestaltung für die PLC-Nutzung nannte die EnBW noch nicht. Die Kosten für die Anbindung eines Privathaushaltes oder eines kleineren Büros durch Powerline-Komponenten soll sich jedoch um die 1.000,- DM bewegen.

PLC bietet die Möglichkeit der Daten- und Sprachübertragung über Energieverteilnetze. Die Daten werden über Telekommunikationsnetze zum Ortsnetztransformator geleitet. Dort werden die Daten in die Niederspannungsnetze eingekoppelt und zu den einzelnen Haushalten beziehungsweise Kunden weitergeleitet. Beim Stromzähler werden die Daten auf das Stromnetz im Haus umgesetzt und bis zu den einzelnen Steckdosen weitergeleitet. Damit wird die Stromsteckdose zur Datenschnittstelle. Die Übertragungsraten betragen derzeit mehr als ein Megabit pro Sekunde.


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