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Update: Bundeswehr will keine MS-Software

Angst vor amerikanischer Spionage. Aus Angst vor Spionage durch US-Geheimdienste wollen das Auswärtige Amt und die Bundeswehr Sicherheitslücken schließen. Das berichtet der Spiegel in der aktuellen Ausgabe. In Computern, die in sensiblen Bereichen eingesetzt werden, will die Bundeswehr künftig keine Software der Firma Microsoft mehr verwenden. Die Bundeswehr hat dies mittlerweile offiziell dementiert.
/ Andreas Donath
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Nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden verfügt der amerikanische Spionagedienst NSA über alle einschlägigen Quellcodes der US-Firma und könne so in der Lage sein, selbst verschlüsselte Daten zu lesen. Um Geheimnisse zu schützen, wolle das Verteidigungsministerium daher auf Verschlüsselungstechniken der heimischen Firmen Siemens und Deutsche Telekom setzen, schreibt der Spiegel weiter.

Das Auswärtige Amt habe unterdessen den Plan auf Eis gelegt, Video-Konferenzen mit seinen Auslandsvertretungen einzuführen. Staatssekretär Gunter Pleuger erfuhr bei einer Telekom-Präsentation in Berlin Anfang März, dass sämtliche Satelliten-Übertragungswege aus technischen Gründen über die amerikanische Stadt Denver im Bundesstaat Colorado laufen.

Pleuger war der Umweg über die USA zu unsicher. "Dann können wir unsere Konferenzen ja gleich in Langley abhalten" , spöttelte ein Pleuger-Mitarbeiter. In Langley im US-Bundesstaat Virginia residiert der amerikanische Geheimdienst CIA.

Update:

Gegenüber dem TecChannel hat die Bundeswehr die Behauptung mittlerweile dementiert – man habe erst vor einem halben Jahr einen Generallizenzvertrag mit Microsoft abgeschlossen. Die Verschlüsselung der Daten erfolge zudem mit Drittprogrammen.


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