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Studie: Mobilfunkmarkt vor Neuordnung

Untersuchung zum europäischen Markt für Mobilfunkbetreiber. Nach dem Boom der vergangenen Jahre und dem Poker um die UMTS-Lizenzen herrscht Unsicherheit in der Mobilfunkbranche. Eine neue Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan rechnet angesichts von Schuldenlast und ungelösten Problemen mit einer Neuordnung des Marktes. Positiv ist zu vermekren, dass sich die Zahl der Handybesitzer in Europa seit 1998 fast verdreifacht hat. Allerdings wird das Segment der Sprachkommunikation voraussichtlich im Jahr 2004 die Sättigung erreichen. Bereits jetzt sind die durchschnittlichen Einnahmen pro Teilnehmer um bis zu 43 Prozent gefallen.
/ Andreas Donath
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Deshalb ruhen nun alle Hoffnungen auf den Datendiensten, deren Umsatzanteil bis 2004 von sieben auf über 50 Prozent gesteigert werden soll. Das erklärt die astronomischen Summen, die für die UMTS-Lizenzen gezahlt wurden, so die Autoren der Studie. Alle großen Mobilfunkgesellschaften haben mindestens eine Lizenz erworben und treiben jetzt den Aufbau der Netze voran. Nach wie vor ungelöst sind jedoch Fragen zum Zeithorizont für die Einführung von UMTS, zur Verfügbarkeit der entsprechenden Handys, zu Kundenakzeptanz und Preisstruktur. Die Aufwendungen sind enorm, und folglich wird die Begeisterung über das Umsatzpotenzial jetzt vom Bemühen abgelöst, das investierte Kapital zu erwirtschaften und die eigene Kreditwürdigkeit zu sichern.

Frost & Sullivan geht davon aus, dass die Marktführer Vodafone, T-Mobile International, Orange, Telecom Italia Mobile und BT Wireless ihre Position auch weiter behaupten können. Eine Analyse ihrer Strategien lässt aber darauf schließen, dass eine Neuordnung des Marktes bevorsteht. Dabei werden laut Prognose einige ehemalige Staatsunternehmen Marktanteile an dynamischere und flexiblere Konkurrenten wie Neueinsteiger mit UMTS-Lizenzen und Betreiber virtueller Netze verlieren. Auch eine allgemeine Konsolidierung wird für die nächsten Jahre erwartet. Die Studie untersucht dafür geeignete Partnerschaften.

Trotz aller Risiken gibt es jedoch nach Ben Donnelly, Research Analyst bei Frost & Sullivan, ein enormes Erfolgspotenzial, wenn die Betreiber schnell handeln und ihre Prioritäten neu definieren. Entscheidend wird sein, den Bedarf des Marktes genau zu treffen, die entsprechenden Dienste effizient zu vermarkten und die Kunden durch innovative und differenzierte Angebote sowie besseren Kundendienst zu binden.

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Frost & Sullivan befragte mehr als 60 Mobilfunkbetreiber in zehn europäischen Ländern. Die Studie bietet detaillierte Unternehmensprofile von Mobilix, Sonofon, Tele Danmark, Telia Denmark (Dänemark), Radiolinja, Sonera, Telia Finland (Finnland), Bouygues Telecom, Itineris, SFR (Frankreich), E-Plus, Mannesmann Mobilfunk, T-Mobil, Viag Interkom (Deutschland), Blu, Omnitel, Telecom Italia Mobile, Wind (Italien), Ben, Dutchtone, Libertel, KPN Mobile, Telfort (Niederlande), Netcom, Telenor Mobile Communications (Norwegen), Airtel, Amena, Telefonica Moviles (Spanien), Europolitan, Tele2, Telia Mobile (Schweden), BT Cellnet, One2One, Orange und Vodafone (Großbritannien).

Die Studie "Frost & Sullivan's Profiles Of European Mobile Operators (Report 3923)" kostet 7.000,- Euro.


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