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Transmeta macht Linux grün

Mobile-Linux-Distribution "Midori Linux" von Transmeta. Der Prozessorhersteller Transmeta hat jetzt unter dem Namen "Midori Linux" ein mobiles Linux-Betriebssystem unter der GNU General Public License (GPL) als Open Source veröffentlicht. Das System soll vor allem in kostengünstigen, energiesparenden, Linux-basierten Endgeräten zum Einsatz kommen und bietet entsprechende Erweiterungen des offiziellen Linux-Kernels.
/ Jens Ihlenfeld
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Die für x86er-Prozessoren entwickelte Linux-Version lässt sich aber natürlich nicht nur auf mobilen Endgeräten nutzen. Bereits heute setzen sie einige Kunden von Transmeta ein. So läuft z.B. Gateways "Connected TouchPad" mit direktem Zugang zu AOL auf Midori Linux. Doch auch die angekündigten Server-Produkte auf Basis von Transmetas Crusoe-Prozessor sollen von den Stromsparmechanismen und einem geringen Speicherbedarf des Betriebssystems profitieren.

Transmetas Ziel war es, mit Midori Linux vor allem die Entwicklung von kostengünstigen, energiesparenden, Linux-basierten Endgeräten zu fördern. Auf Midori Linux läuft normale Linux-Software, dennoch kommt ein modifizierter Kernel 2.4 zum Einsatz. So stellt Midori auch eine Testumgebung für neue Technologien wie cramfs und ramfs dar, die möglicherweise später ihren Weg in den offiziellen Kernel finden. Zudem hat man Wert auf die Unterstützung von ACPI-Stromsparfunktionen gelegt und unterstützt einige Crusoe-spezifische Features.

Von zentraler Bedeutung ist dabei das bereits erwähnte cramfs (compressed memory filesystem), mit dem das Datenvolumen, das sich auf Compact-Flash-Memory-Karten unterbringen lässt, erhöht wird. Dabei unterstützt cramfs die gleichen APIs wie jedes andere Linux-Dateisystem, speichert die Daten aber in komprimierter Form auf eine Compact-Flash-Karte. Das ramfs wird hingegen verwendet, um Runtime-Daten im RAM zu organisieren.

Midori Linux hat einen Script-basierten "init"-Prozess und verwendet kein Login-Prompt. Auch bringt es ein eigenes Paketformat ("*.mlz") mit.

Transmeta hat mit Midori Linux hauptsächlich Internet Appliances im Auge, die ohne Festplatte und Lüftung auskommen. Handys zählen explizit nicht dazu. Der Name Midori Linux basiert übrigens auf dem japanischem Wort für "grün" und soll vor allem die Umweltfreundlichkeit des stromsparenden Betriebssystems reflektieren.

Midori Linux kann unter midori.transmeta.com(öffnet im neuen Fenster) in der aktuellen Beta 1 heruntergeladen werden.


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