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Uni-Hannover: Wege zur Aus- und Weiterbildung per Internet

Laborfernsteuerung und selbstaktualisierende Skripte. Die Universität Hannover ist in diesem Jahr mit zwei Projekten auf der Computerfachmesse CeBIT 2001 vertreten. Das Zentrum für Didaktik der Technik unter der Leitung von Prof. Dr. Bernardo Wagner und das Institut für Rechnergestützte Wissensverarbeitung unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Nejdl stellen zwei aktuelle Forschungsprojekte auf dem Gemeinschaftsstand Niedersachsen in Halle 16, Stand B52 vor.
/ Andreas Donath
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Beide Professoren sind Vertreter des Learning Lab Lower Saxony (L3S), die im Kooperationsverbund des Wallenberg Global Learning Lab mit Hochschulen wie der University of Stanford zusammenarbeiten.

Im Projekt des Zentrums für Didaktik der Technik entwickeln und erproben Wissenschaftler Lerntechnologien für die Informations- und Kommunikationsgesellschaft. "Unsere Forschungsrichtung befasst sich mit den Angeboten einer Fernuniversität, die neben den Fernstudiumsphasen auch Präsenzveranstaltungen mit Laborpraktika von ihren Studierenden verlangt. Hier ist vorstellbar, dass die Versuche in Zukunft über das Internet ferngesteuert umgesetzt werden", zeigt Professor Wagner die Möglichkeiten auf. Auf der CeBIT können die Besucher ein mehrere Kilometer entferntes Labor ferngesteuert über das Internet bedienen. "Mit diesem Distributed Online Lab werden wir Fachpublikum und Laien unsere Forschung vorstellen", sagte Professor Wagner.

Im Projekt "Personal Content" des Instituts für Rechnergestützte Wissensverarbeitung soll versucht werden, den Zugriff auf Lern- und Informationsmaterial effektiv zu gestalten. Die Basis bildet ein so genanntes Open Learning Repository, eine Plattform im Internet, die Lernmaterialien mittels Metadaten klassifiziert und verfügbar macht.

Bereits heute existiert eine Materialsammlung im Netz; die Nutzer können ein Lernziel definieren, anschließend werden ihnen die Inhalte dem Lernziel entsprechend zusammengestellt einschließlich geeigneter Beispiele und Übungen. So soll ein individuelles Buch entstehen, maßgeschneidert für die Ansprüche des Lesers. Auf der CeBIT wird gezeigt, wie solch ein virtuelles Buch zusammengestellt wird. "Wir wollen damit ein so genanntes Hyperbook entwickeln, das immer aktuell ist, überarbeitete Seiten fallen automatisch heraus", erklärte Dr. Nicola Henze vom Institut für Rechnergestützte Wissensverarbeitung.


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