Fraunhofer Institut zeigt Hochleistungs-Solarmodul
"Entscheidend ist, dass das Gerät auch bei niedrigen Beleuchtungsstärken nur mit Solarstrom arbeitet", betont Dr. Christopher Hebling, Leiter der Gruppe Mikroenergietechnik am ISE. "An einem normalen Arbeitsplatz haben Sie nur drei Prozent der Helligkeit von vollem Sonnenschein. Bis hinunter zu einem Prozent bleibt bei unserem Solarmodul die elektrische Spannung praktisch konstant – bei konventionellen Zelltypen ist sie dort längst eingebrochen."
Die hohen Leistungsdaten von über 35 Milliampère pro Quadratzentimeter bei direktem Sonnenlicht erreiche das Solarmodul dank seines speziellen Designs, wie Hebling erklärt: "Die vierzehn Einzelzellen aus monokristallinem Silicium liegen wie Dachschindeln übereinander. Sie bedecken den Sammelsteg, an dem selbst kein Strom erzeugt wird. So nutzen die Zellen die knappe Fläche optimal aus und erreichen einen Wirkungsgrad von mehr als zwanzig Prozent."
Außerdem nahmen die Forscher des Fraunhofer-Instituts Optimierungen an den Solarzellen vor, um sie gegenüber anderen Energiequellen konkurrenzfähig zu machen. Denn Solarzellen mit einer solchen Leistung sind oberflächlich mit einer elektrisch passivierenden Schicht aus Siliciumoxid oder -nitrid beschichtet. Dieses nicht leitende Material muss an einigen Stellen gezielt und bisher recht aufwendig wieder abgetragen werden, um dort die elektrischen Kontakte anzubringen. Ein spezieller Laser schießt nun diese Kontaktpunkte wieder frei. Die Gesamtzahl der nötigen Prozessschritte reduziert sich damit auf ein Fünftel gegenüber früher.
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