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Porno-Anbieter könnte DoubleClick-Patent gefährden

BountyQuest belohnt Xpics-Betreiber Brian Shuster mit 10.000 US-Dollar. Das US-Unternehmen BountyQuest hat seit Oktober 2000 bereits vier Gewinner verkündet, die bei der Aufdeckung von fragwürdigen Patentanmeldungen geholfen haben. Der fünfte Gewinner wurde nun ebenfalls mit 10.000 US-Dollar und dem Silver Bullet Award belohnt: Internet-Porno-Anbieter Brian Shuster habe Beweise vorgelegt, nach denen er bereits vor dem Online-Werbevermarkter DoubleClick ein eigenes Banner-Werbenetzwerk in Betrieb hatte.
/ Christian Klaß
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Das fragliche DoubleClick-Patent beschreibt, kurz gesagt, ein System für die zielgerichtete Auslieferung von Werbung über ein Netzwerk wie das Internet – inkl. Affiliate-Sites. Shuster hatte BountyQuest zufolge bereits 1995 bis Anfang 1996 – also bevor DoubleClick im Oktober 1996 seine Patentanmeldung einreichte – ein ähnliches Online-Werbenetzwerk namens World Wide Internet Network (WWIN) aufgebaut und betrieben. WWIN scheiterte allerdings aus finanziellen Gründen frühzeitig.

Zu den Beweisen zählen WWIN-Werbeprospekte aus Zeiten, bevor er mit Xpics eines der größeren Porno-Internetangebote aufgebaut hatte. Seine erste Online-Werbeerfahrung erlangte Shuster mit dem Start einer Online-Werbekampagne für einen Comicstrip, die schließlich in WWIN mündeten.

"Ich fühlte mich ungerecht behandelt, als das DoubleClick-Patent herauskam", erklärte Shuster gegenüber BountyQuest. "Ich denke, dass es unfair ist, dass sie Anerkennung für die Arbeit bekamen, die ich Jahre früher gemacht hatte. Und ich glaube, dass das Patent E-Commerce in einem Bereich verhindert, an dem ich interessiert bin." Die Kosten und Schwierigkeiten das im September 1999 erteilte Patent zu überwinden, sei seitdem ein wunder Punkt für ihn gewesen.

An der Gültigkeit des fragwürdigen DoubleClick-Patents werden seine Beweise allerdings erst etwas ändern können, wenn ein Gericht oder das Patentamt in den USA feststellen, dass sie dieses wirklich betreffen. Rechtliche Konsequenzen hat das Ganze vorerst also nicht, doch die DoubleClick-Konkurrenz dürfte nicht lange auf sich warten lassen, um die Beweise gegen den Mitbewerber anzuführen.


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