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Sprachsynthesesystem Dress liest E-Mails am Telefon vor

Dresdner Forscher entwickeln System zur telefonbasierten Ausgabe von E-Mails

Damit der Informationshungrige auch unterwegs seine Mail abrufen kann, wurde im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Professor Rüdiger Hoffmann vom Institut für Akustik und Sprachkommunikation an der Technischen Universität Dresden und der Globana Teleport GmbH Leipzig ein System zur telefonbasierten Sprachausgabe von E-Mails entwickelt.

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Das Herzstück ist das Sprachsynthesesystem DRESS, ergänzt durch eine Steuerung, die von der Globana Teleport entwickelt und implementiert wurde. Durch Tastenbefehle vom Telefon aus lassen sich Absender, Titel und der gesamte Inhalt der für einen Empfänger bestimmten E-Mails vorlesen. Als Einsatzgebiete geben die Entwickler E-Mail-Systeme bei Internet Service Providern oder Message-Handling-Systemen in firmeninternen Kommunikationsnetzen an.

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Das System kann zurzeit auf Deutsch, Englisch, Italienisch, Tschechisch, Russisch und Chinesisch vorlesen - in Vorbereitung ist eine französische Sprachsynthetisierung.

Rund 1.000 Worte mussten für jede der zurzeit konfigurierten Sprachen aufgenommen und in etwa 1.300 Diphone - Wortteile - geschnitten werden. Entsprechend dem jeweiligen Text werden dann die Diphone zusammengesetzt. Die schriftliche Mail wird zusammen mit E-Mail-typischen Abkürzungen und Smileys dann in Sprachsignale umgesetzt. Das macht eine Art Lexikon, in dem auf der einen Seite die Abkürzung oder Bildsprache definiert ist, dem gegenüber gestellt ist die lautsprachliche Variante.

"Zunehmend werden angepasste Stimmen verlangt", erklärte Professor Rüdiger Hoffmann. Firmen, die zum Beispiel dieses Programm intern nutzen, können zur Identifikation mit ihrem Unternehmen eigene Sprecher auswählen. Außerdem sollen künftig Nachrichten anders gesprochen werden als beispielsweise Witze.

Noch sind die Dresdner Wissenschaftler nicht ganz zufrieden mit der so genannten Prosodie: Am Sprachrhythmus, der Satzmelodie und der Lautstärke werden sie noch weiterarbeiten müssen, aber weltweit sind die Forschungsergebnisse anderer Wissenschaftler nicht besser als ihre, heißt es. "Unsere Spezialität in Dresden ist auf jeden Fall die handhabbare Synthese", so Hoffmann, "für DRESS müssen nicht zehn Rechner hingestellt werden, um das Programm laufen zu lassen."

Die Dresdner Wissenschaftler stellen ihr Projekt auf der CeBIT 2001 in Halle 16, Stand B23 aus.



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