Gericht: Napster muss Musiktitel auf Zuruf sperren

Einstweilige Verfügung erlegt Napster schwere Pflichten auf

Die umstrittene Musiktauschbörse Napster muss nach einer Verfügung des Bezirksgerichtes des Northern District of California noch vor einem endgültigen Urteilsspruch - d.h. ab sofort - sämtliche Titel, die Urheberrechte Dritter verletzen, aus dem System verbannen, sofern man davon Kenntnis erlangt, dass die Titel fremdem Urheberrecht unterliegen. Die Informationen soll die Musikindustrie liefern.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Musikindustrie wird in der einstweiligen Verfügung aufgefordert, Napster entsprechende Informationen zu Titel, Künstlername und Dateiname sowie die entsprechenden Beweise zur Urheberschaft zukommen zu lassen.

Stellenmarkt
  1. Embedded-Entwickler (m/w/d) Bildverarbeitung
    STEMMER IMAGING AG, Puchheim bei München
  2. Naturwissenschaftler als Softwareentwickler (m/w/d) Bereich Softwaretestautomatisierung
    andagon people GmbH, Hamburg
Detailsuche

Dies mag zwar für Napster im ersten Augenblick besser sein, als generell den Service zu schließen - doch Richterin Marilyn Hall Patel stellte klar, dass es auch Napsters Aufgabe sei, Variationen im Dateinamen durch Einsatz entsprechender Maßnahmen selbst herauszufinden und den Tausch derartiger Musikstücke ebenfalls zu blocken.

Innerhalb von drei Werktagen nach Benachrichtigung über einzelne urheberrechtsverletzende Musikstücke auf Napster muss die Musiktauschbörse künftig Maßnahmen ergreifen, um den Tausch der entsprechenden Dateien zu unterbinden. Wie Napster dies im Einzelnen technisch anstellen soll, geht aus dem Schriftsatz des Gerichts nicht hervor - dies ist allerdings auch nicht Sache des Gerichts, das hervorhob, dass es grundsätzlich möglich ist, auch Variationen des Künstler-, Song- oder Dateinamens zu blocken, sofern diese bekannt sind oder von Dritten identifiziert werden.

Künftig soll die Plattenindustrie zudem die Daten (Künstler-, Song- oder Dateinamen) von künftigen Neuveröffentlichungen an Napster liefern, damit diese gleich beim Erscheinen entsprechender Musikstücke auf der Tauschbörse selbige blocken können.

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    29.08.-01.09.2022, Virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Dachverband der amerikanischen Plattenindustrie, die RIAA, feiert indes die Entscheidung: "Wir sind erfreut darüber, dass das Bezirksgericht so schnell entschieden hat und werden schnellstens die vom Gericht vorgeschriebenen Informationen liefern", sagte Hilary Rosen, President und CEO der Recording Industry Association of America (RIAA).

Etwas sarkastisch sagte Rosen, dass die RIAA sich freue, das Ende von Napsters gesetzbrecherischen Aktivitäten zu erleben.

Napster wollte die Verfügung zunächst nicht kommentieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Jürgen Myrthe 08. Mär 2001

Hallo !! Ich meine, dass es sich im Fall "Napster" um eine für uns alle, dabei spreche...

Lars Kaehler 07. Mär 2001

Hai! Was heißt hier "voll bescheuert"? Normalerweise haettest Du Dir die Hacken nach...

Rene 07. Mär 2001

Hi! Die Leute sind doch voll bescheuert! Ich habe ewig einen alten Titel gesucht. Hätte...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Eichrechtsverstoß
Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
Artikel
  1. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

  2. Quartalsbericht: Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder
    Quartalsbericht
    Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder

    Besonders im Bereich Cloud erzielt Huawei wieder Zuwächse.

  3. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /