Hintertür im PalmOS entdeckt
Das PalmOS kennt zwei Stufen von Sicherheitseinstellungen, die über einen Passwort-Schutz verfügen. Entweder kann man einzelne Einträge in den Palm-Anwendungen ausblenden bzw. maskieren, so dass Unbefugte diese ausgewählten Daten nicht zu Gesicht bekommen. Der PDA bleibt damit jedoch für jedermann nutzbar. Eine höhere Sicherheitsstufe fragt bei jedem Einschalten des Geräts ein Passwort ab. Ohne passendes Kennwort bleibt der PDA nutzlos.
Nun weist @stake darauf hin, dass nicht viel dazu gehört, diese Passwörter zu knacken und an vermeintlich geschützte Daten zu gelangen: All dies ermöglicht die kostenlos erhältliche Entwicklungsumgebung für das PalmOS, deren Debugger es erlaubt, auch auf Geräte mit aktivem Passwortschutz zuzugreifen.
Der Grund für das Sicherheitsloch liegt darin, dass Software-Entwickler eben diese Funktion häufig für das Debugging ihrer Applikationen verwenden, wobei sich die meisten Programmierer dessen gar nicht bewusst sein dürften.
Verliert man also seinen PalmOS-PDA oder wird einem dieser gestohlen, sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die Daten nicht in fremde Hände gelangen können.
Laut @stake steht ein Kommentar von Palm Computing noch aus. Dieses Sicherheitsproblem betrifft alle PalmOS-Versionen bis hinauf zur aktuellen Version 3.52, gilt also für alle jemals verkauften PalmOS-PDAs.