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New Economy: Börsenträume geplatzt - Entzauberung allerorten

Experten diskutierten im Berliner Presseclub die Perspektiven

Experten aus Wirtschaft, Politik und Medien diskutierten im Berliner Presseclub über die Entzauberung der New Economy. Konsens bestand in der Auffassung, dass der Niedergang des Neuen Marktes nicht gleichgesetzt werden dürfe mit der Internetwirtschaft.

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"Wir erleben eher eine Entzauberung des Begriffs New Economy. Bislang hat sich der Hype um die Neuen Technologien gedreht. Die Chancen des Internets werden von den Unternehmen noch überhaupt nicht genutzt", führte Bernd Kolb aus, Vorstandschef der Berliner Multimediafirma I-D Media AG.

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Dietmar Schickel, Geschäftsführer des Kabelnetzbetreibers TeleColumbus, monierte, dass die Unternehmen der New Economy die Rechnung ohne den Wirt - sprich den Kunden - gemacht hätten. Der geldwerte Vorteil fehle häufig oder erreiche zu wenige. Online-Banking, Börsendienste oder virtuelle Auktionshäuser seien nicht alles und vieles werde kostenlos angeboten.

"Der Konsument ändert sein Kommunikationsverhalten nicht von heute auf morgen. Der freizeitorientierte Technikmuffel wird sich nicht in kürzester Zeit zum Vielnutzer des Internets wandeln. Wir brauchen mehr Zeit", forderte Schickel.

Max Höfer von der Zeitschrift Capital hält die eingetretene Ernüchterung am Neuen Markt für hilfreich. Man stünde erst am Anfang eines fundamentalen Wandels. "Die New Economy wird nicht sterben. Das Internet selbst ist eine unaufhaltsame Volksbewegung. Das Tempo des Wandels muss sich allerdings beschleunigen", so Höfer.

Marek Wojcicki, Vorstandschef des Kölner Beratungsunternehmens Heaven21, skizzierte die Auswirkungen der Netzwerk-Ökonomie auf die etablierten Unternehmen. "Alle Unternehmen, ob groß oder klein, werden sich ändern. Sie werden sich in kleinere Einheiten gliedern, bei gleichzeitiger Zentralisierung der Informationsflüsse", sagte Wojcicki. Durch die Aufbruchstimmung der New Economy habe sich ein neuer Unternehmergeist etabliert. Die noch vor Jahren vorherrschende Technikfeindlichkeit sei völlig verschwunden.

Jürgen Homeyer von der Zeitschrift Focus Money sieht noch sehr viel Spielraum für neue Unternehmen mit intelligenten Geschäftsstrategien. "Bislang funktionieren die elektronischen Marktplätze noch überhaupt nicht. Es reicht nicht aus, im Internet eine reine Copy-Wirtschaft aufzuziehen mit identischen Angeboten", kritisierte Homeyer.

Michael Kauch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Junger Unternehmer, forderte von den neuen jungen Unternehmern in der Internet-Wirtschaft mehr Engagement in wirtschaftspolitischen Fragen. "In Deutschland führen wir Standortdebatten von vorgestern. Je näher der Wahltermin rückt, um so gewerkschaftsfreundlicher verhält sich die Bundesregierung. Das konnte man an der Neufassung des Betriebsverfassungsgesetzes erkennen. Davon sind alle betroffen", so Kauch.



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