NVidia GeForce3 - Details zur Mac-Grafikkarte

Die Vertex-Shader sollen Charaktere und Umgebungen bewegter machen, die Vertex-Berechnung soll Gesichtsanimation, Muskelbewegungen und elastische Materialien erschaffen lassen und somit Statik und unrealistische Körperbewegungen ausmerzen. Ähnliches bietet bereits ATI mit seinen Radeon-Grafikkarten, allerdings will NVidia dank der Programmierbarkeit wesentlich weiter gehen und verspricht zudem mehr Leistung.
Die Pixel Shader sollen Materialien und Oberflächen erschaffen, die der Realität sehr nahe kommen und das platte Erscheinungsbild von 2D-Texturen beseitigen. Als Beispiel nennt NVidia Gesichtsbehaarung und natürliche "Makel" bei Charakteren, Golfbälle mit kleinen Vertiefungen, Stühle mit Lederlook und Holzstrukturen mit Maserung. Durch Veränderung der Licht- und Oberflächeneffekte sollen 3D-Grafiker die Farben, Texturen und Formen verändern können sowie komplexe realistische Szenen erstellen können. Ähnliches bieten auch hier ATIs Radeon und selbst NVidias GeForce2, doch ebenfalls nicht programmierbar und dementsprechend limitiert.
Zudem hat sich NVidia einem verbesserten Full-Screen-Anti-Aliasing (FSAA) angenommen und verspricht Kantenglättung in hoher Qualität auch bei sehr hohen Auflösungen. Marketingtaktisch wurde die dabei eingesetzte Technologie dazu "Quincunx AA Modus" getauft. Im Gegensatz zum bisherigen Topprodukt, der GeForce2 Ultra, soll die GeForce3 beim FSAA höhere Qualität und viermal höhere Leistung bieten.
Um die durch aktuelle Speichertechnologien beschränkte Bandbreite besser auszunutzen, hat sich NVidia eine neue Architektur einfallen lassen: Die Lightspeed Memory Architecture soll selbst bei hohen Auflösungen mit aktiviertem FSAA mit komplexen Szenen fertig werden.
Schließlich bietet der GeForce3-Grafikprozessor einen High-Definition Video Processor (HDVP), der zusammen mit einer DTV-Karte die derzeit bekannten HDTV-Standards in Verbindung verarbeiten können soll.
GeForce3 besteht aus 57 Millionen Transistoren, die mehr als 800 Milliarden Operationen und 76 Milliarden Fließkommaberechnungen pro Sekunde (Floating Point Operations Per Second, FLOPS) ausführen können soll. Die maximale Bildauflösung liegt bei 2048 x 1536 Bildpunkten in 32 Bit.
Eine GeForce3-AGP-Grafikkarte mit 64 MB DDR-SDRAM sowie Apple-Display- und Standard-VGA-Anschluss soll ab Ende März für 600,- US-Dollar in Zusammenhang mit Built-to-Order-Komplettsystemen erhältlich sein. Ab April soll sie dann auch zum Nachrüsten erhältlich sein. Sie wird jedoch nur mit MacOS-X-Treibern für PowerMac-G4-Systeme geliefert werden, so NVidia. Treiber für "ältere" MacOS-Versionen wird es laut Alain Tiquet, Marketing Director Europe bei NVidia, nicht geben.
Interessierte PC-Besitzer müssen sich noch etwas gedulden.



