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Angebot von Napster stößt auf Ablehnung bei Plattenfirmen

Sony bezeichnet Betrag von einer Millarde US-Dollar als viel zu niedrig. Das Angebot von Napster, sowohl den großen als auch den unabhängigen Plattenfirmen innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Gesamtsumme von einer Milliarde US-Dollar zu zahlen, um im Gegenzug den Musiktauschdienst weiter betreiben zu dürfen, stößt bei den Plattenfirmen auf wenig Gegenliebe. Vor allem die Höhe der Zahlung erscheint vielen als zu niedrig.
/ Thorsten Wiesner
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So ließ etwa Sony Music Entertainment verlauten, dass es wenig Sinn mache, den großen Plattenfirmen jährlich 150 Millionen Dollar zu zahlen, wenn es sich dabei um eine Industrie handle, die jährlich etwa 40 Milliarden US-Dollar umsetze.

Auch Hilary Rosen, Präsidentin und CEO der Recording Industry Association of America (RIAA), zeigte sich wenig beeindruckt vom Angebot: "Napster hat mittlerweile ein Jahr Zeit gehabt, seitdem der Prozess angestrengt wurde. Es ist schade, dass es ihnen in dieser Zweit nicht gelungen ist, ein adäquates Geschäftsmodell zu entwickeln, das sowohl den Interessen der Konsumenten als auch denen der Künstler gerecht wird."

Ähnliches war von der EMI zu vernehmen: Sobald es ein zwingendes und überzeugendes Konzept seitens Napster gebe, sei man sofort an einer Beteiligung interessiert, die Geldzahlung von einer Milliarde innerhalb der nächsten fünf Jahre würde den Ansprüchen der Künstler und Plattenfirmen aber kaum gerecht werden.


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