IBM bringt erstes iSCSI-Produkt auf dem Markt
"In demselben Maß, wie E-Business und das Internet die Datenspeicherung immer mehr zum Herz einer IT-Infrastruktur werden lassen, suchen Anwender nach Wegen, die vielfach vorhandenen Insellösungen in offenen Speichernetzwerken zu integrieren" , erläuterte Dietmar Wendt, Vice President der IBM Storage Systems Group. IBM TotalStorage NAS 300G ist ein plattformunabhängiges NAS-Gateway, über das Clients und Server in einem Local Area Network (LAN) mit einem SAN verbunden werden können. IBM TotalStorage IP Storage 200i ist eine auf iSCSI basierende Storage-Appliance, die Rechner mit Speicher-Pools in einem IP-basierten Netzwerk, wie zum Beispiel Ethernet, verbindet. ISCSI eignet sich insbesondere für den Einsatz in Arbeitsgruppen, kleineren und mittleren Unternehmen sowie für Service Provider. Das Produkt NAS 300G stellt einen multiprotokollfähigen Dateiserver dar, der ein IP-basiertes LAN mit einem SAN verbindet. Von der Client/Server-Seite im LAN erscheint das Gateway als NAS-Einheit, obwohl die benutzten Speicherressourcen im SAN liegen. Die NAS-300G-Serie wurde als offenes System entwickelt und kann mit einer Vielzahl externer Speicher-Produkte zusammenarbeiten, die an das SAN angeschlossen sind, wie beispielsweise der IBM Enterprise Storage Server, Shark, der IBM Modular Storage Server und der IBM 7133.
Viele andere NAS-Hersteller bieten im Vergleich dazu ein geschlossenes Datei-System mit dezidiertem internem oder proprietärem Speicher an. Im Gegensatz zu solchen Produkten können bei der IBM-NAS-300-G-Serie unterschiedliche Speicher-Systeme im SAN angesprochen und somit die signifikanten Vorteile wie beispielsweise die deutlich höhere Skalierbarkeit des SAN für das LAN genutzt werden.
Das neue Speicher-Protokoll iSCSI kommt erstmals in der neuen Storage Appliance IP Storage 200i zum Einsatz. ISCSI ermöglicht die Nutzung von so genannten Storage-Pools über Standard-Netzwerke wie Ethernet, die auf dem Netzwerk-Protokoll TCP/IP basieren.
Entwickelt wurde die neue Technologie von IBM-Forschern in Almaden (USA) und Haifa (Israel), die nach Wegen suchten, die von Hardware-Produkten genutzten SCSI-(Small-Computer-Systems-Interface-)Befehle so anzupassen, dass sie auf Ethernet und TCP/IP ablaufen können. In Zusammenarbeit mit Cisco wurde die ursprüngliche Idee erweitert, so dass schließlich iSCSI entstand, das dem Standardisierungsgremium der IETF derzeit zur Zertifizierung vorliegt.



