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Wirtschaft will nicht zusätzlich für UMTS bezahlen

Europäische CIOs sehen M-Commerce optimistisch

Einer heute von Gartner veröffentlichten Studie zufolge sehen 82 Prozent der in Europa befragten Unternehmen mobile Geräte und Anwendungen als sehr wichtig für ihr Geschäft an und erwarten, dass deren Verwendung in den nächsten drei Jahren stark zunehmen wird. Allerdings überträgt sich dieser Enthusiasmus für Mobile Business nicht auf die finanzielle Seite, denn nur 24 Prozent sind bereit, mehr Geld für 3G-Gebühren zu bezahlen.

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"Dies sind schlechte Nachrichten für die europäischen 3G-Mobilfunkanbieter, die hohe Summen für die Lizenzen bezahlt haben", erklärte Nick Jones, Research Director von Gartners Mobile Application Group, der die Studie auf Gartners jährlicher Internet and Electronic Business Europe Conference in London vorgestellt hat. "Europäische CIOs wollen zwar gerne die hohe Datenübermittlungsraten, die von 3G versprochen werden, nutzen, sind aber nicht bereit, dafür mehr zu bezahlen."

Die Mehrzahl der befragten Unternehmen erkennen die große Reichweite der Vorteile, die von Mobile-Business-Anwendungen erwartet werden, wie etwa erhöhte Kundenzufriedenheit (66 Prozent), Kosteneinsparungen (60 Prozent) oder Möglichkeiten zur Neukundenakquirierung (57 Prozent). Allerdings sind sie nicht davon überzeugt, dass die Aufrüstung auf 3G Vorteile mit sich bringt, die die Investitionen rechtfertigen, so die Studie.

Die drei wichtigsten Hemmnisse zu mehr Investitionen im Mobilbereich, die für europäische CIOs weiterbestehen: 76 Prozent sind besorgt über die Wahrung der Sicherheit und Privatsphäre, besonders angesichts unzuverlässiger Verschlüsselungen. 52 Prozent sind besorgt über die hohen Unterhaltskosten für mobile Geräte, insbesondere über die Total Costs of Ownership für Unterhalt und Wartung von PDAs. 39 Prozent äußern sich besorgt über das Ausmaß der Mobiltelefon-Rechnung, so die Studie.

"Es gibt eine grundsätzlich positive Sicht auf die Möglichkeiten des M-Business, aber den Unternehmen ist bewusst, dass die Technologie allein noch nicht den Erfolg garantiert. Was wirklich entscheidend ist, ist die Frage, ob es mit dieser Technologie gelingt, eine Dienstleistung zu entwickeln, die Unternehmenskunden brauchen und wollen. Europäische Unternehmen wollen sichergehen, mit einer bezahlbaren Investition die Effektivität ihrer Angestellten zu erhöhen", fügte Jones hinzu.

Allerdings müssen Unternehmen eine ausgewogene Balance zwischen klugen Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit finden. "Wir erwarten, dass bis zum Jahr 2003 jede E-Business-Initiative ein Element enthalten wird, das über einen mobilen Kanal geliefert wird. Viele Firmen riskieren den Anschluss zu verlieren, sobald M-Business richtig erfolgreich wird", warnte Jones. "Befremdlich ist allerdings, dass 21 Prozent der Befragten glauben, ihr Vorstand verstehe M-Business nicht. Es ist unerlässlich für CIOs sicherzustellen, dass die Führungskräfte die Wichtigkeit mobiler Geräte verstehen und die Mittel bereitstellen, um ihre Vorteile zu nutzen."


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