Die Gewinner des BMWi-Wettbewerbs Vernet stehen fest
Vernet ist Teil des Aktionsprogramms "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts", mit dem die Bundesregierung den Aufbruch in das digitale Zeitalter beschleunigen und (mit)gestalten will.
Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller: "Vertrauen und Sicherheit sind die Grundvoraussetzungen für die Akzeptanz von Transaktionen im Internet und insbesondere für E-Commerce. Zielorientiert zusammengestellte Projektkonsortien, bei denen die Wirtschaft mit der Wissenschaft eng kooperiert und die Anwender gleich eingebunden sind, werden zur Lösung der anstehenden Herausforderungen beitragen. Mit diesem Programm wird ein weiterer Punkt des Aktionsprogramms der Bundesregierung zur Informationsgesellschaft umgesetzt."
Das Spektrum der ausgewählten Projektideen reicht von einem mobilen Signiergerät für die sichere elektronische Unterzeichnung von Verträgen und Formularen bis zu einem beweiskräftigen Langzeit-Archivierungssystem für digitale Dokumente. Unter anderem wird ein System zur automatischen und manipulationssicheren Übertragung von Messdaten zum Strom- oder Gasverbrauch aus Unternehmen und Haushalten entwickelt. Interessant vor dem Hintergrund der jüngsten BSE-Fälle ist auch der ausgewählte Projektvorschlag zur sicheren und verlässlichen Identifikation und Verwaltung von tierbezogenen Daten.
Die Projektideen der acht "Spitzenreiter" sollen ab Mitte 2001 umgesetzt werden. Das BMWi stellt dafür rund 20 Millionen DM an Fördermitteln bereit. Die Durchführung der Projekte wird im Rahmen einer Begleitforschung analysiert und ausgewertet.
Müller: "Vernet ist eingebettet in unsere Initiativen für mehr Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik. Die Projekte bauen auf der digitalen Signatur auf, für die die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland frühzeitig mit dem Signaturgesetz geschaffen wurden. Deutschland hat hier die Nase vorn, und das wird auch so bleiben. Dazu wird das Gesetz jetzt weiter entwickelt und an den europäischen Rechtsrahmen angepasst. Die Neufassung wird noch vor der Sommerpause in Kraft treten."