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Uni-Freiburg probt den Betrieb einer Notebook-University

Anschluss an das Universitätsnetz via PCMCIA und FunkLANs

Die Freiburger Albert-Ludwigs-Universität will im Rahmen eines Pilotprojektes untersuchen, ob man mit dem Unterrichtskonzept "Notebook-University", innerhalb dem jedem Studierenden der Informatik der preisgünstige Zugang zu einem Notebook als Lernmittel ermöglicht werden soll, Erfolge erzielen kann. Die Initiative wird ermöglicht durch Eigenmittel des Instituts für Informatik der Albert-Ludwigs-Universität und die Unterstützung durch ein Programm, das das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg aufgelegt hat, um den Aufbau der Informatik-Fachbereiche an den Landeshochschulen zu beschleunigen.

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Am Institut für Informatik der Fakultät für Angewandte Wissenschaften hat Professor Dr. Bernd Becker gemeinsam mit seinen Mitarbeitern das Programm Mobile Pools kreiert. Bei ihren Überlegungen zu dem Programm Mobile Pools gingen Becker und seine Mitarbeiter von der Tatsache aus, dass gerade im Hinblick auf den aktuell beklagten Mangel an Computerfachleuten besondere Anstrengungen notwendig sind, um alle potenziell nutzbaren Ausbildungsressourcen auszuschöpfen. Leistungsfähigen Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen für Lehre und Studium kommen deshalb eine zunehmend größere Bedeutung zu. Ausgehend von Zuwachs und Erfolg, den drahtlose und mobile Kommunikationstechniken derzeit in der Telekommunikationsindustrie verzeichnen, wollen die Freiburger Planer das durch diese Techniken angebotene Potenzial bereits frühzeitig während der Hochschulausbildung nutzen.

Das besondere an Mobile Pools ist, dass erstmals in Deutschland an einer Universität flächendeckend ein Konzept realisiert wird, um standortunabhängiges Lehren und Lernen nachhaltig zu unterstützen. Mobile Pools sieht daher vor, jedem Studierenden der Fakultät möglichst kostengünstig zu Beginn des ersten Semesters ein eigenes Notebook zur Verfügung zu stellen. Diese Notebooks werden über PCMCIA und FunkLANs Anschluss an das Universitätsnetz erhalten, so dass man sämtliche Softwareaufgaben während des Studiums mit diesen Notebooks erledigen kann.

Die Umsetzung dieses Konzeptes erfolgt im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts. Mobile Pools beansprucht für den Kauf der Notebooks und die Erweiterung des Kommunikationsnetzes mit Funk-Lan und so genannten Access Points ein Finanzielungsvolumen von insgesamt einer Million Mark. Jeweils ein Drittel der Kosten werden vom Institut für Informatik der Universität, dem Land und den Studierenden getragen.

Die finanzielle Eigenbeteiligung der Studierenden bleibt allerdings reduziert auf den Erwerb der Notebooks: Durch eine Rabattgewährung von Fujitsu-Siemens kostet ein Gerät in der Grundausstattung 3.500,- DM. Da die Universität ihre Informatik-Studierenden beim Kauf unterstützt, fällt für sie "nur" noch ein Endkaufpreis von 1.750,- DM je Notebook an.

Die Informationssysteme stehen ortsunabhängig zur Verfügung, damit sollen flexible Gruppenarbeit oder Ad-hoc-Kommunikation ohne feste Infrastruktur möglich werden. So können Gruppen von Studierenden an beliebigen Orten Daten austauschen und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Umgekehrt kann nun die Fakultät Seminar-, Vorlesungs- und sonstige Aufenthaltsräume als zusätzliche Arbeitsräume außerhalb ihrer primären Nutzungszeiten verwenden.


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