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Internet-Handel: Die Zukunft der etablierten Ladenketten?

Vorteile für den Einzelhandel durch Cross-Marketing

In der Studienreihe "E-Commerce Strategy Report" hat ACNielsen eRatings.com eine Analyse des Weihnachtsgeschäftes in Europa vorgenommen. Demnach dominieren traditionelle Offline-Einzelhandelsmarken weitgehend das Weihnachtsgeschäft im Internet.

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Bekannte Kaufhaus- und Ladenketten, die ihr Angebot auf den Online-Bereich erweiterten, profitierten von dem lang aufgebauten Vertrauen ihrer Kunden. Sie stützen sich auf ein schon vorhandenes Logistiksystem und finden finanzielle Rückendeckung bei ihren Muttergesellschaften. Mit dem Problem der Sicherheit beim Einkauf im Internet sahen sie sich jedoch gleichermaßen konfrontiert wie reine E-Commerce-Anbieter.

Viele Besucher auf Webseiten wie ToysRus.de prüfen das Angebot und die Verfügbarkeit von bestimmten Produkten vorher im Internet, mit der Absicht, später im realen Geschäft einzukaufen. Diese Kauf-Chance vergeben sich reine E- Commerce-Anbieter.

Die Möglichkeit zum Cross-Marketing erweist sich als großer Vorteil von Einzelhändlern. Etablierte Offline-Anbieter konnten ihr Marketing für das Weihnachtsgeschäft schon früh starten. Sie profitierten von der Möglichkeit, Broschüren und Werbung in den Läden für ihr Online-Geschäft zu platzieren. Der britische Buchhändler WHSmith führte sogar Internet-Terminals in seinen Läden ein, um die Kunden auf die Möglichkeit hinzuweisen, seine Produkte auch online zu erwerben.

Die großen Offline Kaufhaus- und Ladenketten zeigten sich als besonders erfolgreich bei den 35- bis 49-Jährigen - der Zielgruppe, die finanzstark ist, aber wenig Zeit für Einkäufe hat. 30 Prozent aller Surfer fallen in diese Kategorie. Die reinen E-Commerce-Anbieter sind tendenziell beliebter bei den 20- bis 34-Jährigen. Frauen kauften überproportional bei den bekannten Markenhändlern ein. In Deutschland ist unter den Top-Ten-Shopping-Anbietern kein einziges der klassischen Offline-Kaufhäuser zu finden. Lediglich Versandhäuser wie Quelle und Otto sind unter den führenden Shopping-Seiten zu finden. Bücher und Geschenkanbieter, Auktionshäuser und Online-Shopping-Portale wie amazon.de, bol.de, ebay.de oder primus-online.de dominierten im deutschen Ranking der Kategorie Shopping.

Der Zugriff auf Webseiten großer Offline-Markenanbieter nahm im November 2000 in Großbritannien stark zu. Sieben der zwanzig Top-Shopping-Anbieter sind etablierte Marken wie Tesco, Argos oder WHSmith. Fast alle E-Commerce-Anbieter erwarteten gute Umsätze schon vor Weihnachten, da Online-Shoppern geraten wurde, rechtzeitig schon im November Weihnachtsbestellungen aufzugeben.

Nachdem der E-Commerce-Sektor ein leichtes Tief im Sommer erlebte, stiegen die Besucherzahlen in Großbritannien bis zum Ende des Jahres kontinuierlich. 40 Prozent der Internetnutzer surften im Oktober/November auf den Seiten von bekannten Markennamen. Damit überragen sie die Wachstumzahlen aller E-Commerce-Anbieter.

Frankreich scheint auch im Internet den großen amerikanischen Marken widerstehen zu können. Amazon.fr erfreut sich bei den Franzosen größerer Beliebtheit als amazon.com. Die etablierten französischen Einzelhandelsketten sind im Top-Ranking zwar vertreten, jedoch haben sie nicht das Potenzial wie in Großbritannien. In den USA gehörten im Dezember sieben der zehn beliebtesten E-Commerce-Anbieter zu den großen Einzelhandelsketten wie Wal-Mart, JCPenney und Barnes & Noble.


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