ATI kündigt Radeon-Grafikchip für Notebooks an (Update)
ATIs Mobility Radeon integriert 8 MB bis 16 MB DDR-SDRAM im gleichen Chipgehäuse, kann jedoch alternativ bis zu 64 MB externes (DDR-)SDRAM ansprechen. Notebook-Hersteller sollen sich zudem für Grafikchip-Taktraten zwischen 66 und 200 MHz entscheiden können – wobei Grafikchip und Speicher sowohl synchron als auch asynchron getaktet werden können.
Mit Hilfe einer "betriebsartenbedingten Frequenzumschaltung" kann der Mobility Radeon bei Batteriebetrieb des Notebooks mit niedrigeren Taktraten betrieben werden als bei Steckdosenbetrieb. Die Stromspartechnologie ist dabei mit Intels Speedstep-Technologie vergleichbar. Laut ATI verbraucht der Mobility Radeon im Idealfall, also im stromsparendsten Modus, lediglich ein halbes Watt. Dafür verzichtet er allerdings auch auf Leistung.
Ansonsten werden – abgesehen von der fehlenden "Charisma Engine" getauften T&L-Engine – die bekannten Radeon-Features geboten: Dazu zählen die 32-Bit-Rendering-Engine ("Pixel Tapestry") mit ihrem erweiterten Multi-Texturing-Support, die Hyper-Z-Technologie (optimierter Z-Buffer) und die von ATI-Grafikkarten gewohnte hochqualitative DVD-Wiedergabe inkl. ruckelfreier Vollbilddarstellung dank Adaptive De-Interlacing und Motion-Compensation.
Einige der möglichen Mobility-Radeon-Konfigurationen nutzen zudem den zweiten DAC für Multi-Monitor-Unterstützung und/oder TV-Out. Die maximale Bildschirmauflösung des Mobility Radeon beträgt 2048 x 1536 Pixel (QXGA).
Laut ATI ist der Mobility Radeon bereits fertig entwickelt und wird von mehreren Notebook-Herstellern evaluiert. Ab wann erste Notebooks mit dem neuen Grafikchip erhältlich sind, konnte ATI deshalb noch nicht sagen.
Kommentar:
Mit dem Mobility Radeon hat ATI endlich wieder einen interessanten Grafikchip für Notebooks zu bieten. Zwar hat das Unternehmen laut Mercury Research im vierten Quartal 2000 im Bereich Notebook-Grafikchips mit 57 Prozent Marktanteil noch die Marktführerschaft inne, doch NVidia hat mit der Ankündigung seines ersten Mobil-Grafikchips ("GeForce 2 Go") bereits einiges an Vorschusslorbeeren eingeheimst. Der Kampf um den schnellsten und gleichzeitig stromsparendsten 3D-Notebook-Grafikchip könnte somit endlich zu Notebooks führen, die den Bedürfnissen der 3D-affinen Kunden gerecht werden.
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