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Studie: Deutscher PC-Markt wuchs im 4. Quartal um 3 Prozent

Fujitsu Siemens weiter vorn

Nach einer aktuellen Studie der Gartner-Tochter Dataquest verzeichnete der deutsche PC-Markt im vierten Quartal 2000 erneut lediglich ein Wachstum von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 2.165.930 Einheiten hat sich die Auslieferung auf 2.231.756 erhöht.

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Das Ergebnis liegt laut Dataquests Einschätzung allerdings leicht über dem europäischen Gesamtmarkt, der ein Wachstum von 2,2 Prozent erreichte. Deutschland belegte erneut den Spitzenplatz in Europa mit 2,2 Millionen PCs. Dies stellt einen Anteil von 20 Prozent an der Gesamtsumme von 11 Millionen PCs dar. Das professionelle Segment im deutschen PC-Markt verbuchte einen Rückgang von 2,4 Prozent verglichen zum Vorjahr, während der Konsumentenmarkt ein gesundes Wachstum von 11,3 Prozent erzielen konnte.

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"Die Gründe für das schwache Quartal lesen sich wie eine Wiederholung des dritten Quartals: Die negativen Folgen des schwachen Verkaufs von Windows 2000 sowie die weitere Erosion der Margen im Großkundengeschäft wurden durch die anhaltende Schwäche des Euro noch weiter verstärkt", sagt Thomas Reuner, Analyst bei Dataquest in London. Im Gegensatz dazu setzte der Konsumentenmarkt den positiven Trend fort.

"Die erfolgreiche Promotion von Medion über die Lebensmittelkette Aldi hat dem Markt erneut positive Impulse verliehen, auch wenn die Euphorie vergangener Tage eher einem Hauch von Normalität gewichen ist. Der Stellenwert dieses Erfolges ist um so höher anzusetzen, wenn man in Betracht zieht, dass die Preise wegen der Euroschwäche nicht wie gewöhnlich gefallen sind und dass der Markt durch die Schwäche des US-amerikanischen Retail-Marktes verunsichert war", führt Thomas Reuner fort.

Fujitsu Siemens ist zwar mit 21,1 Prozent Marktanteil weiterhin führend, verlor aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum über 4 Prozent und musste einen Rückgang an Stückzahlen um 14 Prozent hinnehmen. Wiederholte Wechsel im Management, unklare strategische Vorgaben und ein Rückzug auf Profitabilität anstelle von aggressivem Marktwachstum sind laut Dataquest als wesentliche Gründe anzuführen.

Getragen vom starkem Wachstum im Konsumentenbereich haben Compaq mit 11,8 (Vorjahr: 10,1) Prozent und Hewlett-Packard mit 6,0 (Vorjahr: 4,1) Prozent die zweite beziehungsweise die dritte Position ausgebaut, dabei gelang Hewlett-Packard die erfolgreiche Rückkehr in den deutschen Retail-Markt. IBMs gutes Ergebnis sei vor allem dem Erfolg des Notebook-Geschäfts zuzuschreiben, während Acer seine Position im Klein- und Mittelstand festigen konnte, so die Analysten. Acer folgt auf dem vierten Platz mit 4,5 (Vorjahr: 4,0) Prozent Marktanteil, der Rest der Hersteller teilt sich 51,9 (Vorjahr: 53,1) Prozent des verbleibenden Gesamtmarktes.

"Trotz der eher moderaten Ergebnisse", so Reuner weiter, "sind die Aussichten für das Jahr 2001 weiterhin positiv. Die sich abzeichnende Erholung des Euro sollte bereits im ersten Quartal an die Endkunden weitergegeben werden. Zudem wird Windows 2000 den Markt spätestens in der Mitte des Jahres deutlich beleben. Und nicht zuletzt wird die Schwäche des US-Marktes die Augen vieler Unternehmen wieder auf Europa richten."

Die Daten zum europäischen PC-Markt wertet Dataquest in seinem "PC Quarterly Statistics Europe Program" aus.



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