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Vier fragwürdige Patente aufgedeckt

BountyQuest gibt die ersten vier Preisträger bekannt. Im Oktober letzten Jahres lobte die Firma BountyQuest Preisgelder in Höhe von 4 Millionen US-Dollar aus, um die Aufdeckung von fragwürdigen Patentanmeldungen zu belohnen und zu fördern. Nach drei Monaten stehen nun die ersten vier Gewinner fest, die jeweils 10.000 US-Dollar für ihre Verdienste erhalten. BountyQuest fügt der finanziellen Belohnung auch noch einen passenden Preis hinzu, den Silver Bullet Award.
/ Ingo Pakalski
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Die ersten Preisträger gab BountyQuest heute bekannt und zeigt im Internet(öffnet im neuen Fenster) vier Fälle von erfolgreichen aber anfechtbaren Patentanmeldungen. Mit Prior Art wird ein Verfahren bezeichnet, das Patente unwirksam werden lässt, wenn entsprechende Techniken oder Abläufe schon vor der Patent-Anmeldung bekannt waren und verwendet wurden.

So hält Oracle ein Patent(öffnet im neuen Fenster) für das Kopieren von Einträgen aus einer Datenbank, während Cisco(öffnet im neuen Fenster) ein Patent auf einen Ein-Chip-Netzwerk-Router im September 1996 anmeldete.

Ebenfalls im Jahr 1996 reichte das Unternehmen Intouch(öffnet im neuen Fenster) ein Patent für die Online-Kodierung von Musik-Dateien ein, was im Oktober 1999 genehmigt wurde. Die Firma verklagte im vergangenen Frühjahr daraufhin einige prominente Webseiten wegen Patentverletzung, darunter Amazon, Liquid Audio, Listen.com, Entertaindom sowie Discovermusic.com. Daher könnte die Enthüllung für spannende juristische Nachwehen sorgen.

Und schließlich geht es im vierten Fall um veränderbare Eintrittskarten für Veranstaltungen, wofür Walker Digital im August(öffnet im neuen Fenster) dieses Jahres ein entsprechendes Patent erhielt.

BountyQuest wurde unter anderem von Jeff Bezos und Tim O'Reilly ins Leben gerufen.


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